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Raimund vom Olympia-Flair enttäuscht: "Hätte mehr erwartet"

Olympia-Flair? „Hätte mehr erwartet“

„Es war eher WM-Flair“, sagt Skisprung-Olympiasieger Philipp Raimund über seine Premiere.
Olympia schmeckte nicht nur süß: Philipp Raimund
Olympia schmeckte nicht nur süß: Philipp Raimund
© AFP/SID/Javier SORIANO
„Es war eher WM-Flair“, sagt Skisprung-Olympiasieger Philipp Raimund über seine Premiere.

Skisprung-Olympiasieger Philipp Raimund war trotz der Goldmedaille vom Erlebnis seiner ersten Winterspiele etwas enttäuscht. „Dass die Wettkampforte so aufgesplittet waren, hat das olympische Flair verhindert. Da habe ich mir schon mehr erwartet“, sagte der Oberstdorfer im RND-Interview.

Vor Ort habe er gedacht: „Es fühlt sich ein bisschen an wie bei einer Weltmeisterschaft. Es sind die gleichen Leute um einen herum: die Langläufer, die Nordischen Kombinierer und die Skisprungdamen. Deshalb war das eher WM-Flair“, sagte Raimund: „Die Sicherheitskontrollen waren strikter, und im Olympischen Dorf in Predazzo waren ganz viele Nationen dabei, die man sonst nie sieht. Haiti und Island zum Beispiel. Das fand ich schon supercool.“

Mit den „Nachwehen“ seines Triumphs von Predazzo am dritten Wettkampftag habe er einige Zeit lang zu kämpfen gehabt. „Ich habe erst mal probiert, den Ball flach zu halten. Ich bin nach Hause gefahren, habe die Beine hochgelegt und den Kopf ausgeschaltet“, sagte Raimund: „Es sind aber Medienanfragen ohne Ende reingeprasselt, also das war wirklich extrem. Das ist jetzt ein ganz, ganz anderer Fokus auf mich.“