Anzeige

Erstes deutsches Gold bei Para-WM

Erstes deutsches Gold bei Para-WM

Monoskifahrerin Anna-Lena Forster holt bei den World Para Snowsports Championships in Lillehammer das erste deutsche Gold. Andrea Rothfuss verpasst eine Medaille dagegen knapp.
Monoskifahrerin Anna-Lena Forster holt Gold
Monoskifahrerin Anna-Lena Forster holt Gold
© OIS/IOC/OIS/IOC/SID/JOEL MARKLUND
SID
SID
von SID

Monoskifahrerin Anna-Lena Forster (Radolfzell) hat bei den World Para Snowsports Championships in Lillehammer die erste deutsche Goldmedaille gewonnen.

Die 26 Jahre alte Slalomspezialistin triumphierte in der Abfahrt der sitzenden Klasse mit 1,45 Sekunden Vorsprung vor der Niederländerin Barbara van Bergen und feierte nach Silber 2019 ihren ersten WM-Erfolg in dieser Disziplin.

Insgesamt war es für die zweimalige Paralympics-Siegerin von 2018 der zweite Titel und die neunte Medaille bei Weltmeisterschaften.

„Es ist mega, ich bin echt erleichtert. Die Goldmedaille ist einfach cool“, sagte die Zollwachtmeisterin: „Jetzt ist eine Last schonmal abgefallen, jetzt kann ich ein bisschen entspannter in die nächsten Wettkämpfe gehen. Ich möchte einfach zeigen, wie gut ich skifahren kann.“

Auch in den weiteren Disziplinen gehört Forster in Norwegen zum engsten Favoritenkreis.

Andrea Rothfuss verpasst WM-Medaille knapp

Knapp an einer Medaille vorbei fuhr in der stehenden Klasse Andrea Rothfuss (Mitteltal).

Die Goldmedaillengewinnerin von Sotschi landete in der wegen zu warmer Temperaturen um einen Tag verschobenen Abfahrt auf Rang vier, zu Platz drei fehlten knapp zwei Sekunden.

In der stehenden Klasse der Männer kam Leander Kress (Friedberg) bei seinem WM-Debüt auf Rang 20. Am Donnerstag hatte Anja Wicker (Stuttgart) mit Bronze im Skilanglauf die bislang einzige deutsche Medaille gewonnen.

Gemeinsame Titelkämpfe verschiedener Wintersportarten

In Lillehammer werden bis zum 23. Januar erstmals gemeinsame Weltmeisterschaften im Ski Alpin, Skilanglauf, Biathlon und Snowboard ausgetragen.

Die Titelkämpfe sollten eigentlich schon im Februar 2021 stattfinden, waren aber wegen der Coronakrise um ein Jahr verschoben worden.

Nun gelten sie als großer Härtetest und eine der wenigen Qualifikationsmöglichkeiten für die Paralympischen Spiele in Peking (4. bis 13. März).

MEHR DAZU