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Ukraine mit Anti-Kriegsbanner - Deutschland mit Solidaritätsaktion

Deutscher Protest weitgehend verborgen

Die ukrainische Mannschaft setzt vor der Eröffnungsfeier der Paralympischen Spiele ein klares Statement. Auch das deutsche Team bekennt sich - bleibt dabei jedoch weitgehend ungesehen.
Das Internationale Paralympische Komitee hat seine Entscheidung revidiert und lässt nun doch keine Sportlerinnen und Sportler aus Russland und Belarus teilnehmen. Ganz zur Freude des DBS.
Die ukrainische Mannschaft setzt vor der Eröffnungsfeier der Paralympischen Spiele ein klares Statement. Auch das deutsche Team bekennt sich - bleibt dabei jedoch weitgehend ungesehen.

Die ukrainische Mannschaft hat vor der Eröffnungsfeier der Paralympischen Spiele in Peking eine klare Botschaft gegen den Krieg gezeigt.

Wie auf einem Video in den sozialen Netzwerken zu sehen ist, zeigte das 20-köpfige Team im Wartebereich des Nationalstadions vor dem Einlaufen ein Banner mit der Aufschrift „Stoppt den Krieg! Frieden für die Ukraine“.

Einige der Delegationsmitglieder hatten dabei Tränen in den Augen, dazu stimmten sie ukrainische Lieder an.

Deutsche Mannschaft nimmt Mützen ab

Viele andere Teams zeigten in Folge dessen ihre Solidarität, zahlreiche Athleten anderer Nationen sprachen den ukrainischen Sportlern Mut zu und nahmen sie in den Arm. Die deutsche Mannschaft zog beim Einlaufen ihre Mützen ab, um ein Zeichen des Friedens zu senden.

Allerdings erhielt die Aktion nicht die gewünschte Aufmerksamkeit, weil sie im Weltbild nicht zu sehen war. Lediglich das ZDF hielt die Geste mit einer eigenen Kamera fest und reichte die Bilder noch während der Live-Übertragung nach.

„Es war ein bisschen früh“, sagte Fahnenträger Martin Fleig: „Wir hätten wissen müssen, wann wir im Bild sind. Ich habe das nicht gewusst. Daher hätte ich auch keinen besseren Zeitpunkt auswählen können.“

Es habe ein „Zeichen der Solidarität“ mit der Ukraine sein sollen. Er selbst habe „einen sehr guten Draht zu den Athleten aus der Ukraine. Ich finde die alle sehr nett und bin sehr froh, dass sie da sind“, sagte der Biathlonspezialist.