Aus Protest gegen die Teilnahme von russischen und belarussischen Aktiven an den paralympischen Winterspielen in Norditalien unter eigenen Flaggen boykottiert auch Großbritanniens Regierung die Eröffnungs- und Abschlussfeier. Das gab die britische Regierung am Donnerstag, 24 Stunden vor der Eröffnungszeremonie in Verona, bekannt.
Paralympics-Eröffnung auch ohne britische Offizielle
Nächster Boykott bei Paralympics
„Wir lehnen die Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees, russische und belarussische Athleten bei den Paralympischen Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina unter ihren eigenen Flaggen antreten zu lassen, aufs Schärfste ab“, sagte ein Regierungssprecher. Aus diesem Grund würden keine Minister aus dem Kabinett von Regierungschef Keir Starmer und auch keine Ministerialbeamten an den Feierlichkeiten teilnehmen.
Protest gegen Teilnahme von russischen und belarussischen Aktiven
„Wir haben unmissverständlich klargestellt, dass die Staaten Russland und Belarus im internationalen Sport nicht vertreten sein sollten, solange die barbarische Invasion der Ukraine in vollem Umfang andauert“, sagte Starmers Sprecher weiter. Außer Großbritannien entsendet auch die französische Regierung keine Minister oder Beamten zur Eröffnung nach Verona.
Im Lager der Aktiven führen die Teilnehmer aus der Ukraine den Boykott der Eröffnungsfeier an. Auch Athleten aus Tschechien, Estland, Finnland, Lettland, Litauen und Polen sind als Zeichen gegen die IPC-Entscheidung nicht in Verona vertreten.
Deutschland entsendet keine Sportler und Offizielle zur Feier, bei der aufgrund von Platzgründen nur je zwei Athleten und Offizielle pro Nation zugelassen sind. Die deutschen Fahnenträger Anna-Lena Forster und Jörg Wedde sind lediglich in Einspielern zu sehen, die bereits am Dienstag an den verschiedenen Austragungsorten in einem kleinen Studio aufgezeichnet wurden.