Für den deutschen Snowboard-Pionier Christian Schmiedt werden die Paralympics eine Reise ins Ungewisse. Anders als noch in Peking fahren die Para-Athleten in Cortina d’Ampezzo einen eigens für sie errichteten Kurs und können nicht auf die Erfahrungen der in Livigno angetretenen Olympia-Starter zurückgreifen. Es sei „beeindruckend, was da nur für die Paralympics hingebaut wurde“, sagte Schmiedt nach einem ersten Befahren des Hanges am Donnerstag.
Pionierarbeit für Snowboarder: Eigene Strecke für Paralympics
Pionierarbeit für Snowboarder: Eigene Strecke für Paralympics
Bei diesem Training im Snowboardcross war es allerdings zu einigen Stürzen und auch Verletzungen gekommen. Dementsprechend musste die Strecke für die Qualifikation am Samstag (11.42 Uhr) und die Entscheidung am Sonntag (11.00 Uhr) kurzfristig nochmals umgebaut werden. „Wir wissen kaum etwas“, sagte der 37-Jährige über den Kurs. Aber das gehe allen gleich und ändere nichts an seiner Lust oder den Ambitionen.
„Ich bin gut drauf, die Vorfreude ist da, das passt schon“, sagte der einzige deutsche Snowboarder bei den Spielen: „Im Cross kann alles passieren. Wenn es gut läuft, kann immer auch mehr gehen.“ Bei den vergangenen Paralympics war der in Vollzeit als Betriebsprüfer bei der Deutschen Rentenversicherung arbeitende Schmiedt Neunter geworden, jetzt sollen es die Top 8 werden. „In kleinen Schritten nach vorne“, betonte er. Im Weltcup hatte es in den vergangenen Jahren bereits mehrmals fürs Podium gereicht.