Anzeige
Home>Poker>

Poker Amateur Profi Details

Poker>

Poker Amateur Profi Details

Anzeige
Anzeige

Profi oder Amateur - Details machen den Unterschied

Profi oder Amateur - Details machen den Unterschied

Manchmal sind es nur ein paar Details, die den kleinen, aber feinen Unterschied machen. Kleinigkeiten, die ein Poker-Profi einfach anders bzw. besser macht als ein solider Durchschnittsspieler. Details, die sich langfristig sehr rasch summieren und am Jahresende dann eben ein solides Plus ergeben anstatt einem Minus.
Profi auch beim Outfit: Scotter Clark bei der WSOP
Profi auch beim Outfit: Scotter Clark bei der WSOP
© PokerGO

Auswahl der Gegner

Was bringt es dir, wenn du der 9. beste Spieler auf der Welt ist und die 8 besten der Welt bei dir am Tisch sitzen? In einer solchen Partie bist du Außenseiter und es wird fast unmöglich zu gewinnen. Die Tisch- und Gegnerauswahl ist daher enorm wichtig beim Pokern. Quasi überlebenswichtig für jeden ambitionierten Pokerspieler. Je mehr spielschwache Gegner am Tisch sitzen, desto einfacher wird es. In Turnieren ist dies natürlich nicht zu beeinflussen, da man automatisch zugelost wird und häufig zwangsweise auf starke Konkurrenten trifft. Aber in den Cashgames - Live wie Online - kann man in der Regel selbst bestimmen, wo bzw. an welchem Tisch man sitzt. Und auch, wenn dieser Spruch bereits uralt ist. Er trifft auch noch heute zu: Wenn du nach einer Stunde Pokern den Fisch (den schwächsten Spieler) am Tisch noch nicht ausgemacht hast, dann bist du es selbst!

Bankroll-Management

Selbst schwächere Pokerspieler bekommen zeitweilen einen sehr guten Lauf und treffen alles auf dem Board. Dagegen bist du völlig machtlos. Andersrum kommen auch die stärksten Pokerspieler der Welt in Phasen, wo über einen kürzeren oder längeren Zeitraum rein gar nichts zusammenläuft. In Fachkreisen auch Downswing genannt. Ein Poker-Profi sollte einen solchen Downswing einkalkulieren und pro Tag/Turnier/Session immer nur einen Bruchteil seiner insgesamt zur Verfügung stehenden Bankroll riskieren um solche Phasen bzw. Pechsträhnen zu überstehen. Ich kenne etliche Top-Spieler, die sich nicht an diese Regeln gehalten haben. Deren Karrieren trotz reichlich Talent schneller vorbei waren als erhofft. Gesundes Bankroll-Management ist extrem wichtig

Ass König: Schöne Starthand


Das korrekte Limit

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass man das Limit finden sollte, in dem man sich rundum wohl fühlt. Was bedeutet das genau? Wenn du in (zu) kleinen Limits unterwegs bist, wo potentielle Verluste nicht weh tun, trifft man häufig Entscheidungen, die teils völlig irrational und nicht effektiv sind. Es wird schwer mit Gewinn abzuschließen. Signale für zu tiefe Limits sind zu häufiges Anschauen des Flops, schwache Calls und die starke Neigung zu häufigen Bluffs. Anders herum jedoch noch schlimmer. Wenn du dich in Limits bewegst, wo dir die Höhe der Einsätze zu viel Respekt einflößt, dann wirst du dein A-Game ebenfalls nicht abrufen können. Du wirst Hemmungen haben, den entscheidenden Bluff am River abzufeuern aus Angst dein Gegner könnte ja eventuell doch mitgehen. Oder du spürst genau, dass dein Gegner blufft, aber der hohe von ihm geforderte Einsatz bereitet dir Bauchschmerzen. Und gegen deine Instinkte legst du deine Hand weg. Dies sind sichere Signale dafür, dass du ein zu hohes Limit spielst und du dich nicht in deiner Komfortzone befindest. Versuche die Limits in Cashgames und die Buy-Ins für Turniere herauszufinden, in denen du dich rundum wohl fühlst und alles passt. Dann ist dies bereits die halbe Miete für ein erfolgreiches Abschneiden.

Ernährung & Wohlbefinden

Denke immer daran, dass ein Pokerturnier auch mal gern 10 oder mehr Stunden dauern kann. Das erfordert einen gesunden Geist sowie einen fitten Körper. Online gibt es pro Stunde nur 5 Minuten Pause. Da bleibt groß keine Zeit zum Kochen oder Einkaufen. Der Kühlschrank muss also vorher gefüllt sein und im Idealfall ist auch bereits vorgekocht. Gesunde & Energiereiche Kost stehen hier auf dem Plan der Pokerprofis.


Plan B für einen Serverausfall

Jeder kennt es. Der heimische Provider führt ein Server-Update durch, der Router geht Offline und man ist von der Außenwelt abgeschnitten. Oft passiert dies zu nächtlicher Zeit. Manchmal dauert es nur 10 Minuten, manchmal auch eine Stunde. Für einen Pokerspieler, der sich gerade in der Endphase eines größeren Online-Pokerturniers befindet, der absolute Super-GAU. Es geht um jede Menge Kohle und man ist handlungsunfähig. Jeder ambitionierte Pokerprofi hat hier vorgesorgt und Plan B in der Tasche. Einen Ersatzprovider, der vor solch unliebsamen Überraschungen schützt und in Sekundenschnelle aktiviert ist. Good game - wir sehen uns an den Tischen.

Martin Pott ist ehemaliger Poker-Profi, der etliche Jahre in Las Vegas gelebt & dort professionell gepokert hat. Erfahrene Spieler kennen die Stimme von Martin Pott zudem aus vielen Pokersendungen im TV, wo er seit Jahren von großen Turnieren aus der ganzen Welt berichtet. Weitere Infos zu unserem Autor findest du auch auf www.plus-ev.eu

MEHR DAZU