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GG Poker gründet integrity council

GGPoker gründet Integritätsausschuss

Die Pokercommunity ist fest entschlossen, hart gegen Betrüger aus den eigenen Reihen vorzugehen. Dazu hat die Online-Plattform GGPoker nun das Poker Integrity Council gegründet.
Poker Integrity Council
© GGPoker
Die Pokercommunity ist fest entschlossen, hart gegen Betrüger aus den eigenen Reihen vorzugehen. Dazu hat die Online-Plattform GGPoker nun das Poker Integrity Council gegründet.

Nach mehreren Betrugsfällen in den vergangenen Monaten, kommt es in der Pokerszene zu einem überfälligen Schritt. Die Gründung des Poker Integrity Councils (PIC) soll dafür sorgen, dass überführte Betrüger sofort von sämtlichen Live- oder Onlinespielen ausgeschlossen werden. Zudem soll es die Möglichkeit geben, die Konten der Falschspieler einzufrieren.

Initiator der Gründung des PIC ist die Online-Plattform GGPoker. Dabei hat sich das Unternehmen fünf hochangesehene Pokerprofis für das Projekt gesichert. Neben Andrew „LuckyChewy“ Lichtenberger, Fedor Holz, Seth Davis und Nick Petrangelo wird federführend Jason Koon das Council leiten.

Vor allem in der High Stakes Szene war es in der Vergangenheit zu Betrugsvorwürfen gekommen. So sollen Ali Imsirovic und Jake Schindler sogenannte Realtime Assistance Systeme an den Onlinetischen verwendet haben. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich dabei um Programme, die vergleichbar mit einem Schachcomputer Lösungen für bestimmte Situationen errechnen.

Der Gebrauch dieser Programme ist strikt verboten, die Kontrolle der Nutzung jedoch schwierig.

Nachdem Imsirovic und Schindler in den Verdacht gerieten, diese Programme zu benutzen, wurden sie von den Turnieren der EPT in Monte Carlo ausgeschlossen. Bei der aktuell laufenden WSOP sind sie jedoch spielberechtigt. Schindler hat sogar ein Bracelet gewonnen, Imsirovic ist einer der Chipleader im Main Event. Imsirovic wird dazu noch verdächtigt, Absprachen unter von ihm finanzierten Spielern zu koordinieren.

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Auch der Amerikaner Bryn Kenney sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt. Kenney, mit einem Turnier-Preisgeld von über $57 Mio. die Nummer Eins weltweit, soll in einem sektenähnlichen System mehrere von ihm finanzierte Spieler zu Absprachen an den Tischen gezwungen haben.

Zudem soll er Accounts von schlechten Amateurspielern übernommen haben, in der Pokerszene als „Ghosting“ bezeichnet.

Das Ziel des Councils ist es, Spieler denen entsprechend betrügerische Machenschaften nachgewiesen werden, zügig von Turnieren aller Art weltweit auszuschließen. Die Einführung einer solchen Blacklist scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein.