Das Bracelet beim „Millionaire Maker“ ging erstmals in der Geschichte der World Series of Poker an einen Pokerspieler aus der Republik Moldau. Dennoch hat der Berliner über fünf Spieltage eine starke Leistung abgeliefert, die mit einer halben Million US-Dollar belohnt wurde.
Bad Beat lässt Knieps Traum platzen
Bad Beat lässt Knieps Traum platzen
Sieben Spieler hatten den Finaltag erreicht, und wie schon am Vortag erwischte Kniep einen guten Start. Myles Mullaly hatte den Pot mit einem Raise auf 4 Millionen Chips eröffnet, Kniep erhöhte auf 10,2 Millionen, Vitor De Souza Coutinho stellte 17,4 Millionen All-in. Mullaly foldete daraufhin J♣J♦, Kniep callte mit 10♣10♠ und gewann den Coinflip gegen A♦K♥. Für den Brasilianer blieb Platz sieben für $222.749, Kniep schloss mit 65,4 Millionen Chips zu Chipleader Pavel Plesuv (71,1 Millionen) auf.
Ultimativer Bad Beat
In weiteren Verlauf nahm Florian Ribouchon aus Frankreich zunächst Myles Mullaly ($287.522) sowie Anton Smirnov ($373.524) vom Tisch, ehe Kniep einen großen Pot in einem Blindbattle gegen die Straight von Plesuv verlor. Der Berliner berappelte sich noch einmal, verdoppelte gegen den Chipleader auf 14 Big Blinds, um wenig später durch einen brutalen Bad Beat doch auszuscheiden.
Ribouchon hatte mit Q♣J♣ für 4 Millionen eröffnet, Kniep callte aus dem Small Blind, Plesuv stellte beide Gegner aus dem Big Blind All-in. Der Franzose foldete, Kniep snap-callte mit A♠A♥ und hatte eine glänzende Ausgangsposition gegen A♦2♦. Der Flop mit 10♥5♠3♠ war nicht ganz optimal, gab Plesuv aber nur einen Gutshot-Straightdraw. Doch direkt am Turn schlug die 4♠zur Straight ein, so dass Kniep als Vierter $501.182 Preisgeld ausbezahlt bekam.
Zu dritt führte Plesuv mit fast zwei Drittel der im Spielbefindlichen Chips. Er machte dann kurzen Prozess, schickte Paul Gunness ($650.058) auf Platz drei an die Rail und ließ im Heads-up Ribouchon ($1.003.554) keine Chance. Damit hat der mit Abstand erfolgreichste moldawische Pokerspieler auch das erste Bracelet für die Republik Moldau geholt. Und obendrauf gab es noch $1.201.564 Preisgeld.