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Main Event Champion gekürt

Main Event Champion gekürt

Das Rekord-Event der World Series of Poker ist beendet. Gewonnen hat es ein amerikanischer Pokerprofi, dessen Namen nur Insidern ein Begriff ist. Daniel Weinman ist nun 12.1 Millionen Dollar reicher.
Daniel Weinman im Moment des Sieges
Daniel Weinman im Moment des Sieges
© PokerGO
Das Rekord-Event der World Series of Poker ist beendet. Gewonnen hat es ein amerikanischer Pokerprofi, dessen Namen nur Insidern ein Begriff ist. Daniel Weinman ist nun 12.1 Millionen Dollar reicher.

Eigentlich wollte er das Main Event gar nicht spielen. Daniel Weinman war müde vom wochenlangen Kampf an den Pokertischen. Die WSOP zieht sich mit ihren über 90 Events fast sieben Wochen hin. Das Main Event liegt beinahe am Ende dieser Strecke.

„Jedes Jahr davor war ich von Event #1 bis zum letzten Event hier“, sagte Weinman. „Und wenn das Main Event kommt, bin ich ausgebrannt ... Ich habe zu vielen Leuten gesagt, dass ich dieses Turnier nicht mag. Die Struktur ist zu gut, ich habe für den Sommer genug davon.“

Diesmal war er während der WSOP zwischendurch zum Kräfte tanken daheim in Georgia bei der Freundin. Und die motivierte ihn mit einem „Come on“ zum Spielen des Main Events.

Vielleicht haben ihn auch die Erfolge seiner Freunde motiviert.

Weinman ist ein guter Kumpel von Josh Arieh, mit ihm teilte sich Weinman diesen Sommer ein AirBnB in Las Vegas. Arieh gewann dieses Jahr zwei Bracelets und war selber schon mal Dritter im Main Event.

„Josh Arieh und ich sind seit 15 Jahren befreundet, vielleicht noch länger, und wir spielen in Atlanta Poker. Und einige der besten Spieler der Welt an meiner Seite zu haben, die mich unterstützen und mir sagen, dass ich in diese Klasse gehöre, ist einfach unglaublich.

Tag 2 im Eiltempo

Tag 2 des Finaltisches begann mit drei Spielern. Alle drei Akteure verfügten über sehr viele Chips im Verhältnis zu den Blinds, daher musste man sich auf einen langen Tag einstellen. Doch überraschenderweise gingen die Spieler ein extrem hohes Risiko.

So stellte der Amerikaner Adam Walton gegen das Re-Raise von Daniel Weinman in Hand #140 seinen kompletten Stack von 80 Big Blinds in die Mitte, um von den Assen bezahlt zu werden. Keine Hilfe für Walton, ihm blieb Rang 3 für $4,000.000.

Schnelles Heads-Up

Auch das Heads-Up war nach wenigen Händen entschieden. Steven Jones erhöhte mit J♣️8♦️ und setzte auf dem J♠️5♠️2♦️ Board. Auf dem Turn eine 4♣️.

Jones überlegte vier Minuten und stellte All-In. Weinman bezahlte und begründete später seinen Call:

„Als er für etwa zehn Minuten überlegte, fühlte es sich wie eine echte Unsicherheit an“, sagte Weinman. „Ich dachte nicht, dass er mit einem Set oder einem geturnten Wheel (Ass, 2, 3, 4, 5) trappen würde, es fühlte sich wirklich so an, als hätte er ein mittelmäßiges Paar oder einen schwachen Buben und konnte sich einfach nicht entscheiden: ‚Ist es jetzt an der Zeit zu gehen?‘ Es scheint also irgendwie seltsam, diese letzte Hand um einen 120 Big Blind Pot mit nur einem Paar zu spielen, aber ich habe einfach meine Entscheidung getroffen, dass er, als er so lange brauchte und jammte, ungefähr an diesem Punkt war.“

Für Jones, einem Immobilienmakler, blieben $6.500.000 für den zweiten Platz.

Weinman selbst hat noch keine genauen Vorstellungen, wie er seinen 12 Millionen Gewinn investieren will.

„Ich habe keine Ahnung. Wahrscheinlich investiere ich es. Wahrscheinlich ist das nicht die beste Antwort, die jeder hören will, aber ich bin ziemlich vorsichtig damit, wenn ich nicht am Tisch sitze. Obwohl ich gerne und viel zocke.“