Die deutschen Radsportler müssen sich bei der Para-Weltmeisterschaft im US-amerikanischen Huntsville auf eine Hitzeschlacht einstellen. Trotz der angekündigten Temperaturen von weit über 30 Grad Celsius hofft Bundestrainer Gregor Lang auf eine zweistellige Medaillenausbeute und mindestens einen Titel bei den Rennen vom 4. bis 7. September. Dabei soll eine gezielte Kühlstrategie entscheidende Vorteile für die 14 Athletinnen und Athleten des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) bringen.
"Nicht überhitzen": Para Rad-WM wird zur Hitzeschlacht
„Nicht überhitzen“: Para Rad-WM wird zur Hitzeschlacht
„Du kannst so gut trainiert sein, wie du willst. Es wird bei den Temperaturen darauf ankommen, nicht zu überhitzen, damit die Leistung auch abrufbar ist“, sagte Lang. Neben Kühlakkus für die Rennanzüge und Hilfsmitteln wie Ventilatoren kurz vor dem Start werde das Trainerteam während des Wettkampfs versuchen mit kalten Wasserduschen für eine Abkühlung zu sorgen. Besonders wichtig sei vor allem bei den Handbikern eine Kühlung über die Handflächen.
Heißeste Medaillenanwärterinnen sind die Zweiradfahrerinnen Vanessa Laws und Marie Quellhorst, auch Routinier Michael Teuber, Jakob Klinge, Maximilian Jäger oder Jana Majunke haben gute Chancen. Auf dem Tandem sind in der Klasse der Sehbehinderten auch bekannte Gesichter aus anderen Sportarten dabei. Biathlon-Paralympicssiegerin Leonie Walter tritt gemeinsam mit Corinna Lechner an. Anja Renner, Dritte im Triathlon von Paris, startet zusammen mit Antonia Milowsky.
Bis auf wenige Ausnahmen hatte sich die deutsche Mannschaft mit einem zweiwöchigen Trainingslager in Freiburg auf den Jahreshöhepunkt vorbereitet. Bei der letzten Straßen-WM 2025 in Belgien hatte es für den DBS 13 Medaillen gegeben.