Bernal triumphiert beim Giro d'Italia

Bernal triumphiert beim Giro d'Italia

Egan Bernal gewinnt den 104. Giro d'Italia. Der Tour-Sieger von 2019 meldet sich damit nach seiner Krise im Vorjahr zurück. Der Tagessieg geht an einen Teamkollegen.
Egan Bernal gewinnt den 104. Giro d'Italia
Egan Bernal gewinnt den 104. Giro d'Italia
© AFP/SID/DARIO BELINGHERI
. SID
von SID
am 30. Mai

Der kolumbianische Radstar Egan Bernal hat den 104. Giro d'Italia gewonnen und damit seinen zweiten Sieg bei einer großen Rundfahrt nach der Tour de France 2019 gefeiert.

Dem 24-Jährigen reichte am Sonntag im abschließenden Zeitfahren nach Mailand ein 24. Platz, um das Rosa Trikot mit 1:29 Minuten Vorsprung auf den Italiener Damiano Caruso zu behaupten.   

Bernal wehrt die Attacken von Caruso ab

Bernal (Ineos Grenadiers), der nach seinem Tour-Sieg bis zum Giro bei keiner großen Rundfahrt ins Ziel gekommen war und im Vorjahr tief in der Krise steckte, ist der zweite kolumbianische Giro-Gewinner nach Nairo Quintana im Jahr 2014. Gesamtdritter hinter Caruso (Bahrain Victorious) wurde der Brite Simon Yates (BikeExchange/+4:15).

"Es waren zwei harte Jahre seit dem Tour-Sieg", sagte Bernal. "Es ist unglaublich, wieder in dieser Position zu sein."

Das Rosa Trikot hatte Bernal auf der neunten Etappe übernommen und danach mehrmals mit großem Kampf in den Bergen erfolgreich verteidigt. Zuletzt hatte er am Samstag beim Angriff Carusos auf dem letzten schweren Teilstück über drei lange Anstiege mit Platz zwei hinter seinem Rivalen den Rückstand in Grenzen gehalten und damit 1:59 Minuten in das 30,3 km lange Zeitfahren mitgenommen.

Auf den Tages-17. Caruso verlor Bernal dort ohne das ganz große Risiko eine halbe Minute.

Bernal-Teamkollege Ganna feiert Tagessieg

Zum Abschluss am Sonntag holte Bernals Teamkollege Filippo Ganna den Etappensieg, der italienische Zeitfahr-Weltmeister setzte sich mit 12,1 Sekunden Vorsprung auf den Franzosen Remi Cavagna (Deceuninck-Quick Step) durch. Bernal lag 1:53 Minuten zurück. Bester Deutscher war Max Walscheid (Neuwied/Qhubeka) auf einem starken sechsten Rang (+0:33 Minuten).

Für die deutschen Radprofis verlief der Giro durchwachsen. Podest-Kandidat Emanuel Buchmann (Ravensburg/Bora-hansgrohe) schied nach einem Sturz auf der 15. Etappe aus, Ausreißer Nikias Arndt (Buchholz/DSM) überzeugte mit zwei dritten Etappenplätzen. Dem deutschen Bora-Team sicherte Ex-Weltmeister Peter Sagan (Slowakei) einen Etappensieg und das Punkte-Trikot.