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Tour de France: Simon Geschke und Max Walscheid kritisieren Veranstalter: "Kein Actionfilm"

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Tour de France: Simon Geschke und Max Walscheid kritisieren Veranstalter: "Kein Actionfilm"

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Deutscher gesteht Angst vor Tour

Deutscher gesteht Angst vor Tour

Zum 109. Mal sucht die Tour de France ihren Champion. Auch diesmal haben die Organisatoren wieder für viel Spektakel gesorgt. Geht es nach zwei deutschen Profis, ist es des Guten bereits zu viel.
Die Tour de France könnte zu einer gefährlichen Angelegenheit mutieren
Die Tour de France könnte zu einer gefährlichen Angelegenheit mutieren
© Imago
. SPORT1
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von SPORT1

Wird bei der Tour de France die Gesundheit der Fahrer riskiert?

Ab dem 1. Juli ist die Radsportelite wieder auf der großen Schleife unterwegs und duelliert sich um den prestigeträchtigsten Titel des Jahres.

Allerdings sorgt die diesjährige Ausgabe schon vor dem Startschuss in Kopenhagen für Gesprächsbedarf im Teilnehmerfeld. Speziell die Etappenplanung birgt für die deutschen Cofidis-Profis Max Walscheid und Simon Geschke Anlass zur Kritik. (NEWS: Alles zur Tour de France)

„Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich kein Problem habe zu sagen, dass das einem auch Angst macht“, gab Walscheid mit Blick auf die erste Woche in der Sportschau-Reihe „Deine Tour“ zu.

Geschke kritisiert großes Risiko der Veranstalter

Sein Teamkollege schlug in dieselbe Kerbe. „Auf die erste Woche freue ich mich überhaupt nicht“, sagte Geschke und schob deutliche Kritik an den Organisatoren hinterher: „Was ich wirklich bemängele ist: Die Organisation weiß, dass die erste Woche supernervös ist und die Fahrer wirklich um jeden Zentimeter kämpfen.“ (SERVICE: Gesamtwertung)

Dabei habe der Tour-Etappensieger von 2015 kein Problem damit, dass das Streckenprofil spektakulär sei, aber es werde definitiv ein Risiko in Kauf genommen, was es für die Fahrer supergefährlich mache. „Die Tour de France ist halt kein Actionfilm.“

Schwieriges Streckenprofil in Tour-Woche eins

Schaut man sich die Etappen der ersten Woche genauer an, steckt in der Kritik der beiden deutschen Radprofis durchaus ein wahrer Kern. Mit drei Etappen in Dänemark startet die Tour 2022 und diese werden eines gemeinsam haben: einen unberechenbarer Seewind. Von den Fahrern wird vom Start weg höchste Konzentration verlangt.

Und nach Dänemark wird es nicht einfacher. Nach einem frühen Ruhetag, der zum Transfer nach Nordfrankreich genutzt wird, geht es auf der fünfen Etappe direkt über einen schweren Streckenabschnitt mit Kopfsteinpflasterpassagen - insgesamt 19 Kilometer!

Simon Geschke feierte 2015 bereits einen Etappensieg auf der Tour de France
Simon Geschke feierte 2015 bereits einen Etappensieg auf der Tour de France

Walscheid-Unfall im März

Vor allem für Walscheid wird diese anspruchsvolle erste Tour-Woche eine Herausforderung. Der 29-Jährige war im März in der Nähe seiner Heimat Neuwied mit einem Auto zusammengestoßen. Neben diversen Prellungen wurde eine Woche nach dem Unfall eine Lungenblutung diagnostiziert.

„Das sind natürlich ganz, ganz schlimme Erfahrungen, mit denen man trotzdem klar kommen muss. Diese Gefahr fährt letztendlich immer mit“, gab sich der Sportler nachdenklich.

Insgesamt hält der Tourplan 21 Etappen bereit. Diese teilen sich auf in je sechs Bergetappen und Flachetappen. Dazu gibt es weitere sieben hügelige Etappen und zwei Einzelzeitfahren. (SERVICE: Alle Etappen und Ergebnisse)

Besonders spannend: Ein Zeitfahren steht am vorletzten Tag auf dem Programm. Über 40km geht es von Lacapelle-Marival nach Rocamadour. Bei der Tour 2020 kam es ebenfalls zu diesem Szenario. Damals verlor Primoz Roglic einen großen Vorsprung auf den späteren Sieger Tadej Pogacar.

Alles zur Tour de France 2022: