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Tour de France: Der König meldet sich zurück

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Tour de France: Der König meldet sich zurück

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Der König meldet sich zurück

Jonas Vingegaard ist nach seinem schweren Sturz wieder fit und bereit für die Tour de France. Dem Duell mit Tadej Pogacar steht nichts im Wege, die Erwartungen werden aber gedämpft.
Jonas Vingegaard gewann 2022 und 2023 die Tour de France
Jonas Vingegaard gewann 2022 und 2023 die Tour de France
© IMAGO/NurPhoto
. SID
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von SID
Jonas Vingegaard ist nach seinem schweren Sturz wieder fit und bereit für die Tour de France. Dem Duell mit Tadej Pogacar steht nichts im Wege, die Erwartungen werden aber gedämpft.

Der Titelverteidiger kehrt zurück, dem Gigantenduell bei der Tour de France steht nichts mehr im Weg: Jonas Vingegaard hat das Rennen gegen die Zeit gewonnen und wird sich bei der 111. Frankreich-Rundfahrt seinem großen Herausforderer Tadej Pogacar im Kampf um das Gelbe Trikot stellen.

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Knapp drei Monate nach seinem schweren Sturz kündigte Vingegaards Team Visma-Lease a Bike am Donnerstag die Teilnahme des 27 Jahre alten Dänen an, dämpfte dabei aber zugleich die Erwartungen. Auch der ebenfalls lange verletzte Wout van Aert ist dabei.

Zum Grand Depart nach Florenz am 29. Juni reist Vingegaard mit einer Portion Ungewissheit. Seit seinem folgenreichen Crash auf der vierten Etappe der Baskenland-Rundfahrt Anfang April hat er kein Rennen mehr bestritten.

Tour: Vingegaard wird da sein

„Wir wissen natürlich nicht, zu was es jetzt reichen wird. Und wir werden vorsichtig sein, weil er vor der Tour nicht fahren konnte. Aber er wird da sein, gesund und motiviert“, sagte Sportdirektor Martijn Zeeman.

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Zugleich zeigte er sich „sehr stolz“ auf Vingegaard und dessen Trainerteam: „Er hat in den vergangenen Wochen gezeigt, was für ein Champion er ist, mental und körperlich.“

Hinter Vingegaard, dem Toursieger von 2022 und 2023, liegt eine wochenlange Reha. Neben einer Schlüsselbeinfraktur hatte er sich mehrere Rippenbrüche zugezogen. Zudem erlitt Vingegaard eine Lungenquetschung sowie einen Pneumothorax. Es war der bislang größte gesundheitliche Rückschlag in der Karriere des Überfliegers. Das Krankenhaus in Vitoria-Gasteiz hatte er nach zwölf Tagen Aufenthalt verlassen, seit Mai trainierte er intensiv, vor allem in der Höhe.

Vingegaard wieder im Kampf um den Titel

Als erster Indikator für Vingegaards tatsächliches Leistungsvermögen wird die Auftaktetappe dienen. Das 206 km lange Teilstück nach Rimini hat es in sich, sieben Bergwertungen der zweiten und dritten Kategorie sind zu überwinden. Spätestens am vierten Tag, wenn es über den mythischen Col du Galibier geht, wird jede Schwäche bestraft.

Die von Vingegaard produzierten Trainingswerte dürften überzeugend gewesen sein. Denn Vingegaard, das hatte Sportdirektor Frans Maassen betont, werde nur antreten, wenn „er zu 100 Prozent fit ist, wenn die Tour beginnt. Ich glaube nicht, dass er antreten wird, wenn es um die Top 10 geht.“

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Harte Konkurrenz

Größter Widersacher Vingegaard ist zweifelsfrei Pogacar. Der Slowene peilt seinen dritten Gesamtsieg und nach seinem Triumph bei der Italien-Rundfahrt das seltene Giro-Tour-Double an. Seit dem Sieg Ende Mai in Rom fokussiert sich Pogacar voll und bislang störungsfrei auf die Tour-Vorbereitung.

Für den Tour-Erfolg hat Pogacar auf dem Papier bei UAE Emirates das stärkere Team an seiner Seite. Auch der Kölner Nils Politt zählt dazu. Vingegaard muss hingegen in Dylan van Baarle und Steven Kruijswijk aufgrund von Stürzen auf zwei Stützen verzichten.

Immerhin: Van Aert, vor zwei Jahren Gewinner des Grünen Trikots und einer der variabelsten Fahrer im Peloton, steht bereit. Ob van Aert bei der Tour die gewohnte Stärke abrufen kann, bleibt aber abzuwarten. Der 29-Jährige war im Frühjahr ebenfalls schwer gestürzt und hatte danach wochenlang kein Rennen mehr gefahren.