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Tour de France: Kritische Worte für Florian Lipowitz

Kritische Worte für Lipowitz

Florian Lipowitz stürzt schwer auf der 16. Etappe der Tour de France und muss die Rundfahrt nach einem Schlüsselbein-Bruch beenden. Sein Teammanager von Red Bull-Bora-Hansgrohe analysiert die Szene und hadert mit dem deutschen Rad-Star.
Florian Lipowitz ist bei der Tour de France schwer gestürzt und musste umgehend aufgeben. Das erinnert an einen Sturz vom vergangenen Wochenende.
Florian Lipowitz stürzt schwer auf der 16. Etappe der Tour de France und muss die Rundfahrt nach einem Schlüsselbein-Bruch beenden. Sein Teammanager von Red Bull-Bora-Hansgrohe analysiert die Szene und hadert mit dem deutschen Rad-Star.

Der Teammanager von Red Bull-Bora-Hansgrohe, Ralph Denk, hat sich ausführlich zum schweren Sturz von Florian Lipowitz geäußert. „Ich habe ihn seit dem Sturz nicht gesehen und nicht gesprochen“, sagte er kurz nach der 16. Etappe der Tour de France im Podcast Inside Red Bull-BORA-hansgrohe.

Zum Zeitpunkt der Aufnahme war es rund 19.15 Uhr und Lipowitz befand sich mit den Ärzten auf dem Weg ins Krankenhaus. Demnach stand die spätere Diagnose des Schlüsselbeinbruchs noch nicht fest. „Es geht ihm den Umständen entsprechend gut, aber vermutlich sind es nicht nur Hautabschürfungen“, vermutete Denk schon dort Schlimmeres. Schließlich sei Lipowitz nach seinem Sturz gegen den Bordstein gerutscht.

Lipowitz geht ans Limit – und ist zu schnell

„Auch Tadej Pogacar hat gezaubert in der Kurve und große Fahrkünste bewiesen, sonst hätte er sich auch hingelegt“, wusste der Red-Bull-Boss um die Tücken jener Kurve, die dem Deutschen zum Verhängnis wurde.

Denk verwies darauf: „Wir hatten ja jegliche Zwischenzeiten und der unbekümmerte Paul Seixas, der als Abfahrtswunderkind gilt, war auf der Abfahrt langsamer als Florian. Das heißt, er ist auch schon auf der Abfahrt, die vor der Unfallkurve war, an Limit gegangen.“

Lipowitz hat „zu viel riskiert“

Gleichzeitig stellte der Teammanager klar: „In der Kurve war er viel zu schnell. Leider Gottes war es zu optimistisch von Florian und ich sehe da keinen anderen in der Schuld. Das ist ein Rennunfall im Eifer des Gefechts.“

Laut Denk müsse man zwar immer etwas riskieren, wenn es um etwas gehen würde, aber in diesem Fall habe Lipowitz „zu viel riskiert“.

Keine Etappensieg-Stimmung beim Rennstall

Nicht nur für den Deutschen tat es ihm leid, sondern auch für seinen Teamkollegen Remco Evenepoel, der das Einzelzeitfahren am Dienstag für sich entscheiden konnte. „Er hat ein brutal starkes Rennen gefahren, hat wieder vor Pogacar gewonnen, aber so eine wirkliche Etappensieg-Stimmung ist bei uns auf der Rückfahrt ins Hotel nicht da. Das ist schade für Remco, aber auch für Florian, dass er nicht weitermachen kann“, schilderte Denk.