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Tour de France: Rad-Star speckt für Angriff auf Gelb ab

Rad-Star speckt für Tour-Sieg ab

Remco Evenepoel startet mit einem deutlich reduzierten Gewicht in die Tour de France. Kann der Belgier nun auf den ganz harten Anstiegen mithalten?
Das Radsportteam Red Bull – BORA – hansgrohe hat auf dem Münchner Olympiaturm sein Sondertrikot für die Tour de France 2026 präsentiert. Das Design rückt die Zahl 13 in den Mittelpunkt, die im Radsport traditionell als Mythos gilt, für die beiden Kapitäne Florian Lipowitz und Remco Evenepoel jedoch als persönlicher Glücksbringer fungieren soll.
Remco Evenepoel startet mit einem deutlich reduzierten Gewicht in die Tour de France. Kann der Belgier nun auf den ganz harten Anstiegen mithalten?

Rad-Star Remco Evenepoel hat kurz vor seiner dritten Tour de France bestätigt, dass er für seinen Anlauf im Trikot von Red Bull-BORA-hansgrohe spürbar abgespeckt hat. Auf die Frage, wie viele Kilo es seien, antwortete der Belgier: „Fast vier.“ Der 26-Jährige sieht den Schritt als Baustein einer komplett neu aufgezogenen Vorbereitung.

Die fehlenden Kilos könnten sich beim nur 1,71 Meter großen Evenepoel insbesondere bei den langen und harten Anstiegen bemerkbar machen. Gerade bei diesen hatte der zweimalige Olympiasieger aus dem Jahr 2024 gegen seine Konkurrenten häufiger das Nachsehen.

Evenepoel setzt auf intensives Training

Auffällig: Evenepoel verzichtete nach Lüttich-Bastogne-Lüttich komplett auf Rennkilometer und setzte stattdessen auf Training und Struktur. In seinen beiden vergangenen Tour-Teilnahmen war sein Aufbau noch wettkampflastiger – inklusive des Critérium du Dauphiné, das inzwischen als Tour Auvergne-Rhône-Alpes firmiert. Genau diesen Block ließ er im Tour-Sommerprogramm nun aus.

Entscheidend für den Kurswechsel ist die Zusammenarbeit mit Coach Tim Heemskerk, der zuvor bei Visma-Lease a Bike tätig war. Evenepoel machte klar, wie schnell die Entscheidung gefallen sei: „Als Coach arbeiten wir gut zusammen; für mich war es natürlich ein anderer Ansatz.“ Zudem betonte er, er versuche „so offen wie möglich“ zu sein – bisher laufe alles „sehr gut“.

Evenepoel: „Fueling“ als Schlüssel zum Erfolg

Auch beim Thema Leistungsentwicklung setzte Evenepoel einen klaren Akzent – weg von Mythen, hin zu messbaren Details. „Ich glaube, es ist kein Geheimnis mehr, dass jeder sehr viel Zucker, sehr viele Carbs zu sich nimmt“, sagte er und verwies auf die Bedeutung hoher Energiezufuhr über den ganzen Tag. Am Ende sei für ihn vor allem eines ausschlaggebend: „Essen und die Fueling-Strategie sind der Grund Nummer eins, warum der Radsport schneller wird.“

Beim von Evenepoel angesprochenen „Fueling“ geht es darum, den Glykogenverbrauch durch die Zufuhr von Kohlenhydraten während des Sports zu verlangsamen und somit das Energie-Niveau zu erhöhen.

Evenepoel will ins Gelbe Trikot

Seine Ambitionen ordnete Evenepoel entsprechend offensiv ein: Etappensieg, Erfolg im Zeitfahren der dritten Woche – und direkt zum Start das Gelbe Trikot im Teamzeitfahren beim Grand Départ in Barcelona (Samstag, ab 17:05 im LIVETICKER).

Den Blick auf die Gesamtwertung formulierte er mit klarer Kante: „Natürlich hoffe ich auch, am Ende auf dem Podium zu stehen. Wenn ich Fünfter werde und fair geschlagen bin, kann ich damit leben. Aber ich bin jemand, der nach ganz oben zielt.“