Tour de France>

Wunderkind abgewatscht! "Er kennt Pogacars Hintern sehr gut"

Legende watscht Wunderkind ab

Paul Seixas wird bei seinem Debüt bei der Tour de France Vierter. Trotzdem kann der frühere Radrennprofi Cyrille Guimard den Start des Youngsters nicht nachvollziehen und findet deutliche Worte.
Tadej Pogačar gewinnt die Tour de France 2026 souverän zum fünften Mal. Während der Slowene in Paris triumphiert, müssen Jonas Vingegaard und Florian Lipowitz ihre Tour nach schweren Stürzen vorzeitig beenden.
Paul Seixas wird bei seinem Debüt bei der Tour de France Vierter. Trotzdem kann der frühere Radrennprofi Cyrille Guimard den Start des Youngsters nicht nachvollziehen und findet deutliche Worte.

Paul Seixas hat bei seiner ersten Tour de France direkt ein Ausrufezeichen gesetzt. Der 19-Jährige vom Team Decathlon CMA CGM wurde Vierter der Gesamtwertung – hinter dem dominanten Tadej Pogacar sowie Remco Evenepoel und Isaac Del Toro. Damit lieferte der Franzose eine sportliche Antwort auf jene, die seinen Start bei der Grande Boucle in so jungen Jahren für verfrüht hielten.

Doch überzeugt sind längst nicht alle. Der frühere Tour-Teilnehmer und TV-Experte Cyrille Guimard war bereits vor dem Start gegen diese Entscheidung – und bleibt dabei. Dem Fachmedium Cyclism’Actu sagte er: „Man verliert keine Zeit, wenn man geduldig ist.“

Tour de France: „Er kennt Pogacars Hintern sehr gut“

Guimard stellte den sportlichen Lerneffekt von Seixas‘ erster Tour-Teilnahme offen infrage: „Er fährt eine Tour, von der man weiß, dass es einen Fahrer gibt, der alles dominiert, und zwei oder drei Fahrer, die mindestens auf seinem Niveau oder sogar stärker sind. Was hat er bei dieser Tour gelernt?“

Der 76-Jährige wurde anschließend deutlich und provokant: „Das ist außergewöhnlich: Er kennt Pogacars Hintern und Del Toros Hintern sehr gut! Er hat seine Tour im Windschatten von Pogacar und Del Toro verbracht. Die kennt er jetzt auswendig, ihren Tritt kennt er auswendig.“

Guimard ergänzte: „Und dann? Er hat gelernt, dass es hart ist? Dafür muss man keine Tour fahren, um zu lernen, dass es hart ist.“

Experte sicher: Seixas-Teilnahme war zu früh

Seiner Meinung nach hätte Seixas mit seiner ersten Teilnahme an der Frankreich-Rundfahrt warten müssen „bis zu dem Moment, in dem er reif sein wird“, um ernsthaft auf den Gesamtsieg zu gehen.

„Wir ziehen in zehn Jahren Bilanz“, meinte Guimard und zweifelte an einem späteren Seixas-Triumph: „Nehmen Sie Juan Ayuso. In dem Alter wird er 2022 Dritter der Vuelta. Und heute wird er in allen großen Bergetappen abgehängt.“