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Deutsches Wunder-Pferd sorgt für Sensation

Deutsches Wunder-Pferd sorgt für Sensation

Außenseiter Torquator Tasso sorgt beim Prix de l‘Arc de Triomphe für einen Coup. Sein Vater ist im vergangenen April gestorben.
Der Prix de l'Arc de Triomphe
Der Prix de l'Arc de Triomphe
© AFP/SID/CHRISTOPHE ARCHAMBAULT
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von SPORT1

Außenseiter Torquator Tasso hat für eine Sensation gesorgt und als drittes deutsches Pferd den Prix de l‘Arc de Triomphe gewonnen.

Der vierjährige Hengst siegte beim mit fünf Millionen Euro dotierten wichtigsten Rennen Europas auf der Galopprennbahn in Paris-Longchamp mit Jockey Rene Piechulek vor Mitfavoritin Tarnawa. „Verrückt, es ist unglaublich“, sagte Trainer Marcel Weiß nach dem Coup des 690:10-Außenseiters.

Vor Torquator Tasso hatten lediglich die deutschen Pferde Star Appeal (1975) und Danedream (2011) den seit 1920 ausgetragenen Arc gewonnen. Torquator Tasso gehört dem ostwestfälischen Gestüt Auenquelle. Er hat vor drei Jahren auf einer Auktion in Iffezheim nur 24.000 Euro gekostet.

Vater Adlerflug gewann 2007 das Derby

Sein Vater war der berühmte Adlerflug, der 2007 das Deutsche Derby und 2020 das Championat der Deckhengste gewonnen hatte.

Im April dieses Jahres starb der Hengst im Alter von 17 Jahren, eine Stunde nachdem er eine Stute gedeckt hatte.

Als man ihm nach dem Sex die Trense abgenommen hatte, habe er nervös gewirkt und gezuckt, wie Lars-Wilhelm Baumgarten von der Bild zitiert wurde.

„Eine Minute später lag er tot auf dem Boden“, sagte der Manager des Syndikats, dem der Hengst gehörte damals. Offenbar hat ein Herzfehler zum Tod von Adlerflug geführt.

Auf der Nobelrennbahn im Bois de Boulogne kam ihm auch der schwere Boden entgegen. „Das spielt uns in die Schuhe“, hatte Weiß schon vor dem Start des Rennens über 2400 m erklärt.

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mit Sport-Informationsdienst (SID)

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