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Familie bestätigt: Jockey-Legende Piggott gestorben

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Familie bestätigt: Jockey-Legende Piggott gestorben

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Er war eine Legende seines Sports

Er war eine Legende seines Sports

Trauer um die britische Jockey-Legende Lester Piggott! Der 86-Jährige starb in einem Krankenhaus. Er hatte eine erfolgreiche Karriere - mit einem schwarzen Fleck.
Ein Bild aus dem Jahre 1979: Lester Piggott (l.) ist tot
Ein Bild aus dem Jahre 1979: Lester Piggott (l.) ist tot
© Imago
SID
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von SID

Der legendäre britische Jockey Lester Piggott ist tot. Wie sein Schwiegersohn William Haggas betätigte, starb der 86-Jährige am Sonntagmorgen in einem Genfer Krankenhaus. „Lester ist heute Morgen friedlich eingeschlafen“, teilte Haggas mit: „Im Moment möchte ich nicht mehr dazu sagen, obwohl Maureen (Piggotts Tochter, d. Red.) später noch ein Statement abgeben wird.“

Piggott war am vergangenen Wochenende ins Krankenhaus eingeliefert worden, über die genauen Gründe ist bisher nichts bekannt. 2007 hatte sein Leben schon einmal am seidenen Faden gehangen, damals verbrachte er wegen akuter Herzprobleme länger auf der Intensivstation.

Piggott stets mit Understatement

Seine Erfolge spielte Piggott selbst im typisch britischen Understatement stets herunter. "Ruhm verblasst mit der Zeit", sagte er in einem Interview im Jahr 2015: "Die Älteren kennen mich vielleicht noch, aber die Jüngeren werden kaum noch wissen, wer ich bin. Zeiten ändern sich."

Dabei ist Lester Piggott der erfolgreichste Jockey in der Geschichte des Turfs. Trotz seiner für einen Jockey ungewöhnlichen Größe von 1,73 m gewann "der lange Kerl" in seiner Laufbahn mehr als 5000 Rennen, darunter dreimal den Prix de l'Arc de Triomphe in Paris. Seinen ersten Sieg holte er 1948 als Zwölfjähriger im Sattel von The Chase in Haydock, seinen letzten mit Palacegate Jack kurz vor seinem 59. Geburtstag 1994 auf derselben Bahn.

Ein schwarzer Fleck in seiner Vita

Ebenfalls dreimal gewann Piggott das Deutsche Derby auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn, darunter sein unvergessener Triumph 1957 auf dem Erlenhofer Orsini. Piggott wiederholte diesen Erfolg 1963 auf Fanfar sowie vier Jahre später auf Luciano. Auf deutschen Geläufen war er außerdem 1967 beim Preis der Diana auf dem Düsseldorfer Grafenberg sowie 1983 beim Preis von Europa in Köln-Weidenpesch erfolgreich.

Selbst die Feststellung, dass Lester Piggott eine Legende seines Sports war, trifft es wahrscheinlich nur unzureichend. Es gibt allerdings auch einen schwarzen Fleck in seiner gloriosen Vita. Nach seinem ersten Rücktritt im Jahr 1985 erwischte ihn die Härte des Gesetzes: Wegen Steuerhinterziehung wurde Piggott 1987 verurteilt und für ein Jahr ins Gefängnis geschickt.

Nach seiner Freilassung stieg er - nicht zuletzt wegen gewisser finanzieller Engpässe - wieder in den Sattel, um das zu tun, was er am besten konnte: reiten.

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