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Drama bei CHIO: Eines der besten Vielseitigkeits-Pferde der Welt muss eingeschläfert werden

CHIO: Pferd muss eingeschläfert werden

Ein totes Pferd als trauriger Tiefpunkt. Beim CHIO in Aachen durchlebt der Sport seine dunklen Facetten.
Rosalind Canter und der Hengst Allstar in Aachen
Rosalind Canter und der Hengst Allstar in Aachen
© Imago
Ein totes Pferd als trauriger Tiefpunkt. Beim CHIO in Aachen durchlebt der Sport seine dunklen Facetten.

Isabell Werth war auf dem Weg zum Sieg, Michael Jung hatte den vermeintlich schon in der Tasche, doch am Ende standen die beiden Topstars der deutschen Reiterei mit leeren Händen da.

Viel schwerer als die Disqualifikation von Werth im Grand Prix Special der Dressur und der aberkannte Sieg von Michael Jung im Geländeritt der Vielseitigkeit wog aber der Tod von Allstar.

Der 17-jährige Hengst der britischen Weltmeisterin Rosalind Canter erlitt im Gelände eine so schwere Verletzung am linken Vorderbein, dass er in einer Aachener Tierklinik eingeschläfert wurde.

Alltstar galt als eines der besten Vielseitigkeits-Pferde der Welt. Nach einem Sprung hatte er das linke Vorderbein nicht mehr aufgesetzt, zu einem Sturz kam es nicht. „Die Verletzung konnte nicht operiert werden“, sagte Turnierdirektor Frank Kemperman dem WDR.

„Die Besitzer haben dann die Entscheidung getroffen.“ Das sei ein schwerer Schlag für die Reiterei, sagte Kemperman: „Aber es war ein Unfall, der immer passieren kann.“