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Schwimm-EM: "Tut echt weh" - Gose gewinnt wieder Silber, Werner holt Bronze

Erneut Silber: „Tut echt weh“

In einem packenden Finale über 400 Meter Freistil muss sich Isabel Gose erneut mit der Silbermedaille zufriedengeben. Nach dem Rennen zeigt sie sich sichtlich enttäuscht.
Isabel Gose verpasst die Goldmedaille
© IMAGO/Eibner
Alina Heidenreich
In einem packenden Finale über 400 Meter Freistil muss sich Isabel Gose erneut mit der Silbermedaille zufriedengeben. Nach dem Rennen zeigt sie sich sichtlich enttäuscht.

Nach Doppel-Gold im Freiwasser und Silber über 800 und 1500 m hat die Olympiadritte Isabel Gose ihre fünfte Medaille bei der Schwimm-EM in Paris gewonnen. Die 24-Jährige sicherte sich im Finale über 400 m Freistil in 4:02,41 Minuten die dritte Silbermedaille.

Die Magdeburgerin hatte über lange Zeit in Führung gelegen, musste sich letztlich aber ihrer italienischen Kontrahentin geschlagen geben. Simona Quadarella schlug nach 4:01,34 Minuten an und verwies Gose erneut auf Platz zwei.

Entsprechend groß war nach dem Rennen die Enttäuschung über die verpasste Goldmedaille. „Zwei Mal ist okay, ein drittes Mal tut echt weh“, sagte sie am Mikrofon der ARD.

Gose holt fünf Medaillen bei Schwimm-EM

Dennoch fährt die 24-Jährige mit insgesamt fünf Medaillen aus Paris nach Hause. „Ich kann mich wirklich nicht beschweren“, resümierte sie.

An ihre Gold-Erfolge im Freiwasser konnte Gose bei den Hallenwettkämpfen allerdings nicht anknüpfen. Stattdessen musste sie sich über 800, 1500 und 400 Meter Freistil jeweils mit Silber begnügen. „Kratzt ganz schön am Ego“, lautete ihr abschließendes Fazit.

Ihre Trainingspartnerin Maya Werner erreichte nach Bronze auf den beiden langen Strecken als Dritte in persönlicher Bestzeit von 4:03,73 Minuten erneut das Podest. „Die Zeit bedeutet mir mega viel, die Medaille auch. Jetzt es nochmal perfekt gemacht zu haben, ist natürlich schön“, freute sich die 21-Jährige nach ihrem Rennen.

Auch Märtens schwimmt zu Edelmetall

Olympiasieger Lukas Märtens schwamm über die gleiche Distanz in 3:44,57 Minuten zu Bronze hinter dem französischen Schwimmstar Leon Marchand (3:43,14) und dem Ungarn Oliver Papai (3:44,46). Oliver Klemet, der noch als Vorlaufschnellster ins Finale eingezogen war, ging auf Rang fünf (3:45,16) leer aus.

„Ich hätte mir doch ein bisschen mehr zutrauen können“, zeigt sich Märtens im Nachgang selbstkritisch. „Natürlich war das ganze Haus für Leon Marchand, aber ich hätte einfach sagen müssen: die Show gehört mir. Ich mach mein Ding, wie ich es immer gemacht habe.“

Gose mit historischen fünf Medaillen

Gose, die in der ersten EM-Woche in der Seine im Knockout-Sprint und in der Staffel triumphiert hatte, ist die erste deutsche Schwimmerin seit 20 Jahren, die bei einer Europameisterschaft fünfmal auf dem Podest stand. Doppel-Olympiasiegerin und Doppel-Weltmeisterin Britta Steffen hatte 2006 in Budapest ebenfalls fünf Medaillen gewonnen.

Gose hatte sich über die 400 m 2022 in Rom noch zur Europameisterin gekrönt und ihren ersten internationalen Titel gewonnen. Dieses Mal musste sie sich geschlagen geben, blieb aber nur knapp über ihrer deutschen Rekordzeit von 4:02,14 Minuten aus dem Jahr 2024.

Auch Märtens hatte sich vor vier Jahren in Rom Gold geschnappt. In Paris hatte es der Weltmeister und Weltrekordler am Sonntagvormittag jedoch nur als Achter in 3:46,33 Minuten gerade noch in den Endlauf geschafft. Dort gewann er nun jedoch nach Staffel-Silber und -Bronze seine erste Einzelmedaille bei den Titelkämpfen im Centre Aquatique Olympique.

Zuvor hatte 100-m-Weltmeisterin Anna Elendt über die 50 m Brust als Fünfte in 30,35 Sekunden verpasst.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)