Schwimmen>

Schwimm-EM: Europarekordler Liebmann dominiert 800-m-Vorlauf

Liebmann unterstreicht Favoritenrolle

Europarekordler Johannes Liebmann schwimmt als souveräner Vorlaufschnellster ins Finale.
Europarekordler Johannes Liebmann
Europarekordler Johannes Liebmann
© picture-alliance/TT NYHETSBYRÅN/SID/Christine Olsson
Europarekordler Johannes Liebmann schwimmt als souveräner Vorlaufschnellster ins Finale.

Europarekordler Johannes Liebmann hat seine Favoritenrolle bei der Schwimm-EM über 800 m Freistil eindrucksvoll unterstrichen. Der 19-Jährige aus Magdeburg qualifizierte sich als Vorlaufschnellster in 7:41,87 Minuten souverän für das Finale am Mittwoch (20.03 Uhr) und ließ auch seine starke deutsche Konkurrenz hinter sich. Vizeweltmeister Sven Schwarz kam als Vierter weiter (7:46,93), Freiwasser-Europameister Oliver Klemet schied dagegen als 14. aus (7:55,75).

„Ich bin es zügig angegangen, um keine Risiken einzugehen und am Ende ruhiger schwimmen zu können“, sagte Liebmann, der im April mit seinem Europarekord (7:37,94) für einen Paukenschlag gesorgt hatte. Im Freiwasser hatte der Senkrechtstarter im Knockout-Sprint eine Medaille verpasst. „Das hat viel Kraft geraubt“, sagte er, „aber nach diesem Rennen bin ich zuversichtlich.“

Klemet, der in der Seine Bronze über zehn Kilometer und Gold mit der Staffel gewonnen hatte, war enttäuscht. „Ich hatte erwartet, dass es besser wird als das“, sagte der Freiwasser-Olympiazweite, „das war schon sehr langsam. Aber man merkt die Belastungen vom Freiwasser noch sehr stark.“

Elendt glänzt in Vorläufen

Zufrieden war dagegen Weltmeisterin Anna Elendt nach Platz sechs in den Vorläufen über 100 m Brust in 1:06,74 Minuten. „Ich bin super happy mit der Zeit“, sagte die 24-Jährige, die in den USA lebt und trainiert, „alles wie geplant.“ Ins Halbfinale ging es auch für Ex-Weltmeisterin Angelina Köhler als Siebte über 50 m Schmetterling (26,02 Sekunden) und Josha Salchow als Neunter über 100 m Freistil (48,35).

Auch Staffel-Bronzemedaillengewinner Cornelius Jahn schaffte es als 16. in die nächste Runde über 200 m Rücken (1:58,04). Der 23-Jährige, der an der Ohio State University in den USA studiert, war am Montagabend als Schlussschwimmer über 4×200 m Freistil zusammen mit Olympiasieger Lukas Märtens auf das Podest geschwommen – als Ersatz für Klemet, der sein Mammutprogramm nach den vier Rennen in der Seine gekürzt hatte.

Die gemischte Lagenstaffel mit Ole Braunschweig, Lucas Matzerath, Yara Riefstahl und Linda Roth (3:47,52) rutschte nach der Disqualifikation des italienischen Quartetts noch auf den achten und letzten Platz für das Finale am Abend (20.21 Uhr/ZDF).