Para-Schwimmer mit 27 EM-Medaillen
Das deutsche Team räumt beim Jahreshöhepunkt richtig ab. Es gibt elf Podestplätze mehr als bei der letzten EM.
Die deutschen Para-Schwimmer haben die Europameisterschaften im türkischen Kocaeli mit einer starken Bilanz von 27 Medaillen abgeschlossen. Insgesamt holten die Athletinnen und Athleten des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) neunmal Gold, siebenmal Silber sowie elfmal Bronze und steigerten die Bilanz der vergangenen EM deutlich. Am Abschlusstag steuerten Paralympics-Sieger Josia Topf sowie Gina Böttcher auf ihrer Nebenstrecke 200 m Freistil noch jeweils Bronze bei.
Paralympics-Stars glänzen bei EM
„Das war bombastisch“, sagte Bundestrainerin Ute Schinkitz: „Wir haben gezeigt, dass wir trotz mehrerer Herausforderungen sehr, sehr gut gearbeitet haben und machen uns mit diesen Ergebnissen gestärkt auf den Weg Richtung Weltmeisterschaften 2027 und Paralympics Los Angeles 2028. Wir nehmen das als Motivation und freuen uns riesig, dass wir als Team so gut performt und den Nachwuchs integriert haben.“
Insgesamt schafften es elf der 22 deutschen EM-Starter mindestens einmal aufs Podest. Erfolgreichste Athletin war Paralympics-Siegerin Tanja Scholz mit dreimal Gold samt zwei Weltrekorden sowie einmal Silber. Verena Schott gewann sechsmal Edelmetall (2x Gold, 2x Silber, 2x Bronze) und damit die meisten deutschen Medaillen. Auch die Leistungsträger Taliso Engel und Elena Semechin triumphierten auf ihren Paradestrecken, mit Florian Reiter (Silber), Bálint Köszegváry und dem erst 13-jährigen Nisanur Kocabas (beide Bronze) glänzten aber auch einige Debütanten.
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„Es ist unser Ziel, den Nachwuchs an die europäische Spitze heranzuführen und ihnen eine Plattform zum Lernen zu geben“, erklärte Schinkitz: „Im Fokus steht, dass sie das gesamte Umfeld beherrschen, wenn sie erstmals bei den Großen dabei sind und es schaffen, ihre Leistung in der Bahn abzurufen. Wenn es dann sogar zu einer Medaille reicht, ist es das absolute Bonbon.“