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Segel-Sensation: Ocean Race führt 50/50-Frauenquote ein

Ocean Race: Zwei Frauen pro Segel-Team verpflichtend

Erstmals in der 53-jährigen Geschichte des Segelrennens müssen die Teams zu gleichen Teilen aus Männern und Frauen bestehen.
Das Segelteam Malizia von Skipper Boris Hermann
Das Segelteam Malizia von Skipper Boris Hermann
© picture alliance/SID/Marcus Brandt
Erstmals in der 53-jährigen Geschichte des Segelrennens müssen die Teams zu gleichen Teilen aus Männern und Frauen bestehen.

Novum im Segelsport: Bei der traditionsreichen Regatta The Ocean Race müssen künftig zwei Frauen Teil einer jeden Crew sein. Man führe als eine der ersten Sportarten eine verbindliche 50/50-Quote für Männer und Frauen ein, teilte der Veranstalter fünf Tage vor dem Start des Ocean Race Atlantic mit. Das Team Malizia des deutschen Skippers Boris Herrmann segelt ebenso wie fünf weitere Boote ab Dienstag über den Nordatlantik (ab 17.55 Uhr/NDR-Livestream).

Neue Frauenquote im Ocean Race

„Dieses neue Mandat rückt Weltklasse-Seglerinnen ins Zentrum der sichtbarsten und leistungsstärksten Bühne des Hochseesegelns“, sagte die Italienerin Francesca Clapcich, die das Ocean Race 2022/2023 für sich entschieden hatte und im kommenden Rennen als Skipperin des Teams Francesca Clapcich Powered by 11th Hour Racing antritt: „Das ist ein Übergang zu einem besseren Arbeitsumfeld für alle Seglerinnen und Segler – und wir hoffen auf eine Zukunft, in der Frauen und Männer selbstverständlich und ohne Angst vor Diskriminierung gegeneinander antreten, in dem Sport, den wir alle lieben.“

Für Boris Herrmann und seine Konkurrenten ist die Quotenregelung zudem nicht die einzige Neuerung vor dem anstehenden Ocean Race: Erstmals in der Geschichte des Rennens werden die Boote Punkt-zu-Punkt, also ohne Zwischenstopp, von New York bis nach Lorient in der Bretagne segeln.

Malizia 4: Hightech für Tempo

Herrmann hatte erst im Juli seine neue Rennyacht „Malizia 4“ vorgestellt. Das neue Boot zeichnet sich vor allem durch einen schmaleren, flacheren Rumpf aus. Das Ziel der Konstrukteure: Sowohl bei starkem Wind als auch unter leichteren Bedingungen schnell zu sein.

Technische Neuerungen wie optimierte Foils, ein vollständig geschlossenes Cockpit, Steuerräder statt Pinne sowie moderne Sensor- und KI-Systeme sollen die Leistung und Sicherheit verbessern. Mit dem Boot will Herrmann bei der legendären Solo-Regatta Vendée Globe (2028/29) vorne mitfahren. Vorher soll aber zunächst der Sieg im Ocean Race Atlantic her.