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Diese Frau mischt Timbersports auf

Diese Frau mischt Timbersports auf

Bei Timbersports denkt man zumeist an harten Männersport. Aber auch Frauen beweisen, dass sie mit Axt und Säge umgehen können. Die Königin der Lumberjills ist Martha King.
Auf SPORT1 fliegen wieder die Spähne. Beim Four Nations Cup setzt sich am Ende der Schwede Ferry Svan durch und das mit persönlicher Bestzeit an der Hot Saw.
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von SPORT1

Wenn der Name Programm ist!

Martha King heißt nicht nur König mit Nachnamen, sie ist auch die aktuelle Königin unter den Lumberjills - wie die besten Holzfällerinnen der Welt genannt werden. (BERICHT: Faszination Timbersports! Das steckt dahinter)

Die 32-Jährige US-Amerikanerin startet bereits seit 2017 in der Women‘s Division Championship und ist damit Gründungsmitglied dieser Frauen-Serie. Nach einem dritten Platz im Premierenjahr und der Silbermedaille 2018, gelang ihr 2019 der große Wurf und sie gewann zum ersten Mal die Serie. (Alles zum Timbersports)

„Ich habe so lange für diesen Erfolg gearbeitet. Es ist ein großartiges Gefühl, zu gewinnen“, ließ sie danach ihren Gefühlen freien Lauf und brach eine Lanze für Frauen im Timbersports: „Frauen demonstrieren immer wieder, zu was sie in diesem Sport fähig sind. Ich bin glücklich, mich mit all diesen tollen Konkurrentinnen messen zu können.“

Timbersports: Martha King überrascht immer wieder

Diesen Erfolg konnte sie nach der Corona-Unterbrechung wiederholen und bestätigte damit ihre Stellung als aktuell beste Lumberjill der Welt.

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Dennoch gibt es oft immer noch ungläubiges Staunen, wenn sie ihren Sport vorstellt. Immer wieder hört sie die Frage. „Oh, Sie sehen gar nicht so groß aus. Sollten Sie nicht etwas anderes machen?“, offenbarte sie bereits 2017 im Interview mit theringer. Ihre Antwort darauf war ein ironisches Lächeln: „Soll ich zeigen, dass ich sägen kann?“

Und sie hat es gezeigt. Neben ihren sportlichen Erfolgen stellte sie ihre Fertigkeiten an der Säge erst Anfang August in der Kelly and Ryan Show unter Beweis. Dort demonstrierte sie, wie man einen Baum fällt und Stämme für den Transport zerkleinert.

Das Highlight war jedoch ein 2-gegen-1-Duell mit Ryan Seacrist und Katie Lowes (sie vertrat Kelly Rippa an diesem Tag). Während King alleine mit einer Säge ein Ende des Baumstamms bearbeitete, kümmerten sich die beiden Co-Moderatoren zu zweit um das andere Ende. Wenig überraschend gewann die zweimalige STIHL-Timbersports-Series-Siegerin haushoch.

Martha King: Volles Potenzial noch nicht ausgeschöpft

Was jedoch umso überraschender ist: King selbst ist der Meinung, dass sie ihr Potenzial noch nicht zur Gänze ausgeschöpft hat. „Ich gehe nicht ins Fitnessstudio“, gestand sie in der Show. „Ich denke, ich könnte wahrscheinlich noch besser sein, wenn ich mein offizielles Training durch eine Art Fitnessstudio ergänzen würde.“

Rein äußerlich scheint ein Fitnessstudion ein guter Gedanke zu sein. Mit ihren 1,70 Meter und 65 Kilogramm wirkt sie wie der exakte Gegenentwurf ihrer männlichen Kollegen. Dazu trägt sie im Wettkampf gerne einen Dutt, der oft von einer Schmetterlingsklammer zusammengehalten wird.

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Auch ihre Konkurrentinnen kommen zumeist größer und kräftiger daher. Für King ist das jedoch kein Problem, da es in ihren Augen mehr auf die Technik ankomme.

Bei der Arbeit im elterlichen Holzbetrieb hantiere sie den ganzen Tag mit Kettensäge und Axt. „Das ist das perfekte Training.“ Und eine weitere Besonderheit ihres Trainingsprogramms offenbarte sie. Sie trainiert mit einer leichten Axt und setzt stattdessen den Fokus auf zahlreiche Wiederholungen.

Das helfe ihr, ihre Kraft zu erhalten und gleichzeitig ihre Geschwindigkeit und Explosivität zu trainieren. „Ich muss flüssig sein. Wenn ich zu massig wäre, könnte ich mich nicht so bewegen, wie ich es brauche.“

Großes Ziel im STIHL Timberports: WM-Titel im Underhand Chop

Dazu sieht sie ihren Ehrgeiz als großen Pluspunkt. Bereits als Kind habe sie jeden Wettkampf gewinnen wollen. Ihr Vater bemerkte schon in Kindheitstagen diesen eisernen Willen. „Er sagte, man könne mich nicht abschütteln“, so King weiter.

Diesen Kampfgeist wird sie auch weiter brauchen. Denn ein großes Ziel hat die Königin der Lumberjills noch auf der Liste stehen: den Weltmeistertitel im Underhand Chop bei der Sydney Royal Easter Show.

Dafür wolle sie, sobald die Grenzen wieder geöffnet sind, nach Australien zurückkehren. „Das ist der Titel, den ich gewinnen möchte“, sagte sie selbstbewusst.

Bei ihrem Können und Willen sollte das jedoch nur eine Frage der Zeit sein.