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Tennis: ATP hat genug von Zverev, Kyrgios & Co. - härtere Konsequenzen für Wutausbrüche angekündigt

ATP hat genug von Zverev

Zu häufig, zu heftig: Die ATP zieht nach diversen Wutausbrüchen ihrer Stars Konsequenzen. Künftig drohen Alexander Zverev und Co. härtere Strafen, wenn ihnen die Sicherungen auf dem Platz durchbrennen.
Alexander Zverev wurde nach seinem Ausbruch in Acapulco zu einer achtwöchigen Sperre auf Bewährung verurteilt. Nun spricht der deutsche Tennisstar erstmals über seine Attacke auf den Schiedsrichterstuhl.
Zu häufig, zu heftig: Die ATP zieht nach diversen Wutausbrüchen ihrer Stars Konsequenzen. Künftig drohen Alexander Zverev und Co. härtere Strafen, wenn ihnen die Sicherungen auf dem Platz durchbrennen.

Jetzt reicht es: Die ATP will künftig härter gegen Tennisspieler durchgreifen, die ihre Emotionen auf dem Platz nicht unter Kontrolle haben.

Die Spielervereinigung kündigte in einem Memo an die Profis an, mit Beginn der Sandplatzsaison bei Wutausbrüchen auf und am Platz deutlich entschiedener einschreiten zu wollen. Das berichtet Eurosport.

Zuletzt hatten mehrere namhafte Spieler mit unschönen Aktionen für negative Schlagzeilen gesorgt. Aus deutscher Sicht ist vor allem der Ausraster von Superstar Alexander Zverev noch in Erinnerung, der bei einem Turnier in Acapulco mehrfach auf den Stuhl des Schiedsrichters eingeschlagen und den Unparteiischen dabei beinahe getroffen hatte.

„Wir alle haben die Aufgabe, den Ruf und die Integrität unseres Sports aufrechtzuerhalten“ erklärte Andrea Gaudenzi, der Vorsitzende der ATP in der Nachricht an die Spieler. In den ersten drei Monaten der Saison sei es „ungewöhnlich häufig zu öffentlichkeitswirksamen Vorfällen mit unsportlichem Verhalten“ gekommen: „Diese Vorfälle werfen ein schlechtes Licht auf unseren Sport.“

Warum Zverev nun noch mehr aufpassen muss

Man wolle vermeiden, eine „falsche Botschaft an unsere Fans, insbesondere an die jungen Fans“ zu senden. Daher gebe es nun „bei der Beurteilung von Verstößen gegen den Verhaltenskodex eine strengere Haltung.“

Weiter wolle man den Kodex und die Disziplinarverfahren überprüfen, „um sicherzustellen, dass er angemessene und zeitgemäße Sanktionen für schwere Verstöße und Wiederholungstäter vorsieht“.

Unter diese würde wohl auch Zverev bei einem neuerlichen Vergehen fallen. Zuletzt hatte er eine Geldstrafe in maximaler Höhe von 40.000 Euro aufgebrummt bekommen. Außerdem spielt die deutsche Nummer eins noch bis Ende April auf Bewährung.

Auch Kyrgios und Medvedev fallen unschön auf

Tatsächlich haben die Wutausbrüche zuletzt erkennbar zugenommen. Neben Zverev hat sich dabei vor allem der Australier Nick Kyrgios mehrfach negativ hervorgetan. Zuletzt hatte Jenson Brooksby beim Masters in Miami mit einem zu Boden geschleuderten Schläger gar einen Balljungen getroffen. Der Vorfall war abgesehen von einem Punktabzug ohne Folgen geblieben.

Bei den Australien Open waren sogar bei dem zwischenzeitlichen Weltranglistenersten Daniil Medvedev die Sicherungen durchgebrannt. Der Russe hatte den Schiedsrichter im Halbfinale lautstark beschimpft und dabei als „dumm“ und „schlecht“ bezeichnet.