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Tennis-Star schießt gegen Grand-Slam-Bosse! "Das ist lächerlich"

Tennis-Star schimpft: „Lächerlich!“

Stan Wawrinka legt sich mit den Bossen der Grand Slams an. Es geht um Geld - und eine Drohung. Sogar eine Revolution wie im Golf bringt der Altmeister ins Gespräch.
Dass Roger Federer nicht nur Tennis spielen kann, stellte der Schweizer jetzt auf einem Coldplay-Konzert unter Beweis. Zusammen mit der Band performte er "Don't Panic" als Rasselspieler.
Stan Wawrinka legt sich mit den Bossen der Grand Slams an. Es geht um Geld - und eine Drohung. Sogar eine Revolution wie im Golf bringt der Altmeister ins Gespräch.

Tennis-Altstar Stan Wawrinka geht auf die Organisatoren der Grand Slams los!

Der Schweizer kämpft gegen den vollgepackten Terminkalender und zu lange Night-Sessions - alles nur für das TV und damit das liebe Geld.

Der Konflikt zwischen den Interessen der Spieler und den Veranstaltern werde immer größer, warnte Wawrinka nun im Gespräch mit L‘Équipe und erklärte: „Das eigentliche Problem sind heute die Grand Slams.“

Tennis-Star tobt: „Das ist lächerlich!“

Der 38-Jährige moniert, dass viel zu wenig von den hohen Einnahmen bei den Sportlern und Sportlerinnen landen würde, und zwar nur etwas mehr als zehn Prozent von rund 500 Millionen Euro: „Sie verteilen nicht ausreichend - im Verhältnis zu dem, was sie einnehmen. Und sie haben viel zu viel Macht, weil sie eben so viel Geld einnehmen. Der Prozentsatz, der den Spielern zurückgegeben wird, ist lächerlich. Er hat sich kaum erhöht.“

„Auch die Grand Slams sind nicht unantastbar“, droht der dreimalige Grand-Slam-Sieger und fordert, dass sich Spieler und Bosse an einen Tisch setzen, um das Problem zu lösen: „Jeder will alles, ohne etwas zu geben. Wir stecken fest – bis die Spieler ‚Stopp‘ sagen.“

„Sie müssen begreifen ...“

Der Schweizer schließt sogar eine Revolution wie im Golf, wo das von Saudi-Arabien gesponserte Konkurrenzformat LIV für Aufsehen sorgte, nicht aus.

„Wir sind noch nicht da“, meint Wawrinka und fügt vielsagend an: „Aber wenn die Grand Slams nicht erkennen, dass sie im Interesse des Tennis arbeiten müssen, wenn sie das nicht verstehen, dann könnte da sicher etwas passieren. Sie müssen begreifen, dass sie nicht allein sind.“