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Tennis: Topstar rastet nach vier Minuten aus

Topstar rastet nach vier Minuten aus

Taylor Fritz zerlegt in Cincinnati nach nicht einmal vier Minuten seinen Schläger. Der Wutausbruch hilft offenbar.
Taylor Fritz rastete nach nicht einmal vier Minuten aus
© IMAGO/Hasenkopf
Taylor Fritz zerlegt in Cincinnati nach nicht einmal vier Minuten seinen Schläger. Der Wutausbruch hilft offenbar.

Taylor Fritz brauchte bei den Cincinnati Open nur ein Aufschlagspiel, um zu explodieren. Nach einem schwachen ersten Service-Game gegen Landsmann Alex Michelsen schlug der Amerikaner seinen Tennis-Schläger nach nur drei Minuten und 52 Sekunden zweimal auf den Court zertrümmerte sein Racket damit.

Der Wutausbruch wirkte wie ein Reset-Knopf. Fritz nahm Michelsen im direkt folgenden Game den Aufschlag ab und kontrollierte die Partie danach weitgehend. Am Ende stand ein 6:3, 6:4-Erfolg.

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Fritz erklärte die Szene anschließend offen. „Manchmal musst du ihn einfach zerbrechen – und es hat mir geholfen, es direkt abzuhaken. Ich habe das Gefühl, wenn ich es in mich hineingefressen hätte, hätte ich es nicht so schnell gedreht“, sagte Fritz im On-Court-Interview.

Schlägermissbrauch ist in der Tenniswelt ein Dauerbrenner: Er bringt Code Violations und Geldstrafen, liefert aber auch Bilder, die im Netz millionenfach laufen. Als frühes Beispiel nennt ein Bericht der Pittsburgh Post-Gazette den Australier Mervyn Rose, der 1958 bei den Australian National Tennis Championships als „racket buster“ auffiel.

Stars wie Novak Djokovic, Serena Williams oder Victoria Azarenka fielen auch schon damit auf, dass sie ihren Schläger in den Boden rammten.

Fritz-Ausraster hilft

Andere Methoden sind deutlich riskanter. Wenn Spieler den Schläger komplett werfen, kann er auf jedem Belag unberechenbar hochspringen und Zuschauer gefährden – Vorfälle wie bei Nick Kyrgios (Wimbledon 2017) oder Irina Camelia-Begu (French Open) haben die Debatte immer wieder angeheizt.

Auf Rasen ist die Schwelle für Sanktionen traditionell niedriger, weil Schäden am Platz vermieden werden sollen. Das bekam Mirra Andreeva 2023 zu spüren, als ein sehr softer Schlägerwurf gegen Madison Keys in einer kritischen Phase zu einer Punktstrafe führte.

Andrey Rublev ging in Wimbledon 2024 einen Umweg. Nach seiner Erstrundenniederlage gegen Francisco Comesaña sagte die damalige Nummer 6 auf der Pressekonferenz: „Ich hätte es nicht gemacht, wenn ich den Schläger auf den Boden hätte schlagen können, aber wir dürfen das Gras in keiner Weise treffen.“ Rublev schlug stattdessen auf sein eigenes Bein, zog sich Blutergüsse zu und blutete.

Fritz’ Ausbruch in Cincinnati zeigte dagegen die alltäglichste Seite des Phänomens: ein schneller Kontrollverlust, ein kurzer, sichtbarer Schnitt – und direkt danach wieder Tennis auf hohem Level.

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Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.