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Andy Murray wirbt für Davis Cup

Andy Murray wirbt für Davis Cup

Die Reform des traditionsreichen Davis Cups bringt viel Kritik mit sich. Der dreifache Grand-Slam-Champion Andy Murray nimmt das neue Format nun in Schutz.
Freut sich auf den Davis Cup: Andy Murray
Freut sich auf den Davis Cup: Andy Murray
© Getty Images
Sportinformationsdienst
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von Sportinformationsdienst

Die radikale Reform des Davis Cups hatte viel Kritik hervorgerufen - nun hat aber auch Tennisstar Andy Murray um Offenheit gegenüber dem neu geschaffenen Finalturnier vor dessen Premiere am Montag geworben. "Es gibt offenbar einige Leute, die hoffen, dass es schiefgeht. Aber ich hoffe, dass es wirklich gut geht und dass es ein großer Erfolg wird", sagte der zweimalige Olympiasieger, der bei dem einwöchigen Turnier in Madrid für Großbritannien an den Start geht.

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Statt in vier über das Kalenderjahr verteilten Runden kämpfen nun bis Sonntag 18 Nationen in der spanischen Hauptstadt um den Titel. Die Sieger der sechs Dreier-Gruppen sowie die beiden besten Zweiten qualifizieren sich fürs Viertelfinale. Das deutsche Team startet am Mittwoch in Gruppe C gegen Argentinien, am Donnerstag geht es gegen Chile (Davis Cup: Argentinien-Deutschland ab 11 Uhr im LIVETICKER)

Murray fordert faire Chance

"Im Tennis ist es nicht immer einfach, Veränderungen vorzunehmen, und das ist eine große Veränderung", sagte Murray, forderte aber: "Die Spieler und alle Fans müssen versuchen, dem eine Chance zu geben, um zu sehen, wie es läuft. Und ich denke, wir werden eine bessere Vorstellung haben, wenn das Turnier beendet ist."

Neben dem dreimaligen Grand-Slam-Sieger halten auch andere Tennis-Größen nichts von einer Vorverurteilung des reformierten Davis Cups. "Ich gebe jeder Idee eine Chance. Ich kann das erst danach hochjubeln oder kritisieren", hatte Deutschlands Tennis-Ikone Boris Becker gesagt. Wimbledonchampion Novak Djokovic aus Serbien und der spanische Weltranglistenerste Rafael Nadal äußerten sich ähnlich.

Zverev sagt frühzeitig ab

Das deutsche Team muss ohne seinen Spitzenspieler Alexander Zverev antreten. Der gebürtige Hamburger hatte frühzeitig seinen Verzicht auf das Finalturnier mitgeteilt und mit harscher Kritik am neuen Format und dessen Zeitpunkt am Ende einer langen Saison untermauert. Stattdessen spielt Zverev nun Schaukämpfe in Chile, Argentinien, Kolumbien, Mexiko und Ecuador gegen Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer.

Auch Federer hatte die Reform des traditionsreichen Mannschaftswettbewerbs kritisiert, war mit der Schweiz wie auch die beiden Endspielteilnehmer des ATP-Saisonfinals, Stefanos Tsitsipas (Griechenland) und Dominic Thiem (Österreich) aber ohnehin nicht qualifiziert. Als einziger Top-10-Spieler neben Zverev verzichtet der Russe Daniil Medvedev wegen Erschöpfung auf das Finalturnier.