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Neues Machtwort im drohenden Tennis-Beben

Neues Machtwort im drohenden Tennis-Beben

Impfskeptiker Novak Djokovic kann offenbar nicht mit lockeren Regeln für die Australian Open rechnet. Ein weiterer hochrangiger Politiker meldet sich zu Wort.
Keine Sonderbehandlung für Novak Djokovic in Australien
Keine Sonderbehandlung für Novak Djokovic in Australien
© AFP/SID/PAUL CROCK
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von SPORT1

Keine Ausnahme für den Rekordchampion: Australiens Einwanderungsminister Alex Hawke hat die strengen Einreisevorschriften seines Landes unterstrichen.

Der drohende Eklat um Novak Djokovic spitzt sich damit zu - die Teilnahme des neunmaligen Turniersiegers bei den Australian Open im Februar wird immer ungewisser.

Die vollständige Impfung als Voraussetzung sei „universell“, sagte Hawke im ABC Radio, und „nicht nur für Tennisspieler“.

Novak Djokovic stellt Australian Open selbst in Frage

An Djokovic persönlich wollte sich Hawke nicht wenden. „Ich habe keine Botschaft an Novak. Ich habe eine Botschaft für alle, die Australien besuchen wollen: Sie müssen doppelt geimpft sein“, sagte der frühere Verteidigungsminister.

Alex Hawke ist Minister für Einwanderungsfragen in Australien
Alex Hawke ist Minister für Einwanderungsfragen in Australien

Vor Hawke hatte am Dienstag Dan Andrews, Premierminister des Bundesstaates Victoria, in dem das erste Grand-Slam-Turnier der Saison stattfindet, auf die verpflichtende Impfung für ein Visum hingewiesen.

Djokovic (34), der bereits an Covid-19 erkrankt war und nicht offenlegen will, ob er trotz seiner zuvor öffentlich von ihm dokumentierten Skepsis geimpft ist oder nicht, hatte seine Teilnahme am Turnier in Melbourne (8. bis 21. Februar) selbst infrage gestellt. „Ich weiß nicht, ob ich nach Australien reisen werde. Die aktuelle Situation ist nicht gut“, sagte er dem Boulevardblatt Blic.

Djokovic hatte aber auch die Einschätzung durchblicken lassen, dass das letzte Wort bei der Impfregelung noch nicht gesprochen sein könnte - ein Szenario, das immer unwahrscheinlicher wird, nun wo mehrere hochrangige Politiker sich recht deutlich positioniert und auf eine harte Linie festgelegt haben.

Der Serbe spielt in der kommenden Saison um seinen 21. Majortitel, mit dem er seine Dauerrivalen Roger Federer und Rafael Nadal im ewigen Ranking abschütteln würde.

Zahlreiche Tennis-Profis sind nicht geimpft

Zahlreiche Profis der WTA- und ATP-Tour sind nach Angaben der Spielerorganisationen bislang nicht geimpft.

Bei den Frauen sind es rund 40 Prozent, bei den Männern 35. Eine weniger strenge Regelung in Australien, die Ungeimpften nicht per se die Tür verschließt, wäre also prinzipiell im Interesse der Turnierveranstalter und auch der Verbände, denen unter diesen Umständen über den Fall Djokovic hinaus schwere Verwerfungen drohen.

In diesem Jahr fanden die Australian Open unter großen Sicherheitsmaßnahmen statt, sämtliche Spieler und Spielerinnen mussten sich zwei Wochen in Quarantäne begeben, Impfstoffe gegen Corona waren damals kaum verbreitet.

Es sieht so aus, als ob sich Impfskeptiker wie zum Beispiel auch Stefanos Tsitsipas in diesem Jahr entscheiden müssen: Doch impfen - oder auf einen zentralen Termin im Tennis-Kalender verzichten.

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Mit Sportinformationsdienst (SID)