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Diese Ansage bringt Djokovic in die Bredouille

Diese Ansage bringt Djokovic in die Bredouille

Der Turnierchef der Australian Open bekräftigt: Nur geimpfte Tennis-Profis dürfen in Melbourne aufschlagen. Vor allem Novak Djokovic ist nun in der Zwickmühle.
Serbien besiegt Cristiano Ronaldo und Portugal in letzter Sekunde und löst das WM-Ticket. Edelfan Novak Djokovic rastet dabei mal so richtig aus.
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von SPORT1

Bei den Australian Open im Januar in Melbourne dürfen nur geimpfte Tennis-Profis aufschlagen.

Das stellte Turnier-Chef Craig Tiley nochmals klar und verstärkte damit die Fragezeichen hinter der Teilnahme von Topstars wie dem serbischen Weltranglistenersten Novak Djokovic und seinem russischen Verfolger Daniil Medwedew am ersten Grand-Slam-Wettbewerb des neuen Jahres im australischen Bundesstaat Victoria.

„Es gibt viele Spekulationen über die Impfungen. Um ganz deutlich zu sein: Als Victorias Premierminister verkündet hatte, dass jeder bei dem Turnier geimpft zu sein hat, haben wir den Spielern das ebenso klar auch mitgeteilt“, sagte Tiley in einem Interview mit dem TV-Sender Channel Nine: „Alle haben auch Verständnis dafür gezeigt.“

Ausdrücklich bezeichnete Tiley eine Impfung auch für den neunmaligen Melbourne-Gewinner Djokovic als Voraussetzung für einen Platz im Starterfeld: "Er hat gesagt, dass sein Impfstatus für ihn eine Privatangelegenheit ist. Aber er weiß auch, dass er geimpft zu sein hat, um in Melbourne spielen zu können."

Djokovic hält sich noch bedeckt

Die Debatte über die Impfvorschriften bei dem am 17. Januar beginnenden Eliteturnier in Melbourne sorgt in der Szene seit Wochen für Wirbel. Mehrere Profis wie Djokovic oder Medwedew betonen zwar immer wieder ihren Wunsch nach einer Teilnahme, machen jedoch zugleich öffentlich weiterhin keine Angaben zu ihrem Impfstatus.

„Natürlich will ich in Melbourne spielen. Es ist der Grand Slam, bei dem ich am meisten Erfolg hatte. Ich weiß nicht, ob ich nach Australien reisen werde. Die aktuelle Situation ist nicht gut“, hatte Djokovic Mitte Oktober gesagt. Ähnlich äußerte sich Medwedew wenige Tage später: „Ich möchte dort spielen. Aber ich werde nicht sagen, ob man mich da im Januar sehen wird.“

Djokovic, erklärter Anhänger alternativer Heilmethoden, hatte zu Beginn der Corona-Pandemia seine Haltung als Impfskeptiker deutlich gemacht, war zuletzt aber dazu übergegangen, seinen Impfstatus zur Privatangelegenheit zu erklären und keine Fragen mehr dazu zu beantworten. Die strengen Regeln in Australien bringen ihn in die Bredouille: Wenn er starten will, muss er Farbe bekennen - wenn nicht, müsste er einen anderen Grund vorschieben, wenn er seine Linie durchhalten will.

Victorias Regierungschef Dan Andrews hatte in den vergangenen Wochen in der Frage nach Impfregelungen für Melbourne mehrfach eine kompromisslose Haltung gegenüber ungeimpften Tennis-Profis betont.

„Wir sperren Menschen, die nicht geimpft sind, aus Kneipen, Cafes oder Restaurants und allen möglichen anderen Veranstaltungen aus. Wir werden keine Ausnahmegenehmigung beantragen. Ich denke nicht, dass ein ungeimpfter Spieler ein Visum für dieses Land bekommt. Dem Virus ist es egal, wo du in der Weltrangliste stehst oder wie viele Grand Slams du gewonnen hast“, sagte Andrews und machte darüber hinaus organisatorische Schwierigkeiten für ungeimpfte Aktive geltend: „Selbst wenn es ein Visum geben sollte, müssten betroffene Spieler wahrscheinlich mehrere Wochen in Quarantäne.“

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Mit Sportinformationsdienst (SID)