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Klima-Kleber und Polizei-Einsatz: Gauff triumphiert bei Chaos-Halbfinale

US Open: Im Halbfinale bricht Chaos aus

Publikumsliebling Coco Gauff hat nach einer souveränen Vorstellung erstmals das Endspiel der US Open in New York erreicht. Dabei ließ sie sich auch von einer langen Unterbrechung nicht beirren.
In New York steigt bei den US Open das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres 2023. Preisgeld, Titelverteidiger, Historie - das müssen Sie über den Tennis-Klassiker wissen.
Publikumsliebling Coco Gauff hat nach einer souveränen Vorstellung erstmals das Endspiel der US Open in New York erreicht. Dabei ließ sie sich auch von einer langen Unterbrechung nicht beirren.

Publikumsliebling Coco Gauff hat erstmals das Endspiel der US Open in New York erreicht. Die 19 Jahre alte US-Amerikanerin besiegte die Tschechin Karolina Muchova am Donnerstagabend (Ortszeit) nach einer nervenstarken Vorstellung im Arthur Ashe Stadium mit 6:4, 7:5, wenig später zog Sabalenka nach einem furiosen Comeback durch ein 0:6, 7:6 (7:1), 7:6 (10:5) gegen Gauffs Landsfrau Madison Keys nach.

Für die Weltranglistensechste Gauff ist es nach den French Open 2022 der zweite Einzug in ein Majorfinale. Sechs Jahre nach dem Triumph von Sloane Stephens nährt Gauff dazu die Hoffnung auf einen US-amerikanischen Heimsieg in Flushing Meadows.

Zuschauer klebt sich offenbar auf Platz fest

„Als ich aufgewachsen bin, habe ich so oft dieses Turnier geguckt. Das bedeutet mir viel“, sagte Gauff, die sich beim Pubklikum bedankte: „Der Job ist noch nicht erledigt.“

Gegen die French-Open-Finalistin Muchova nutzte Gauff nach 2:03 Stunden Spielzeit ihren sechsten Matchball und ließ sich dabei auch von einer 50-minütigen Unterbrechung zu Beginn des zweiten Satzes infolge eines Klimaprotestes nicht aus der Ruhe bringen.

Mehrere Zuschauer im Oberrang riefen zu Beginn des zweiten Satzes lautstark „end fossil fuels“ („beendet fossile Brennstoffe“) und ließen sich zunächst nicht aus dem Arthur Ashe Stadium verweisen.

Beide Spielerinnen gingen daraufhin in die Kabine, nach insgesamt 50 Minuten wurde die Partie beim Stand von 6:4, 1:0 für die US-Amerikanerin Gauff fortgesetzt.

Wie auf Fotos und Videos in den Sozialen Medien zu sehen war, klebte einer der Protestler auf der Tribüne seine Füße am Boden fest. Die Polizei griff mit einem größeren Aufgebot ein und führte den Mann schließlich ab.

Schon in Wimbledon gab es Proteste

Bereits im Juli in Wimbledon war es zu einem Protest gekommen. Drei Personen hatten orangefarbenes Konfetti und Puzzleteile über den Platz verstreut und wurden in der Folge wegen Landfriedensbruch angeklagt.

Im Endspiel trifft Gauff auf die Weltranglistenzweite Aryna Sabalenka.