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Australian Open: "Was willst du von mir?" Siegemund sauer

„Was willst du von mir?“: Siegemund sauer

Als letzte verbliebene Deutsche scheitert auch Laura Siegemund in Melbourne. Am Ende wird es dramatisch.
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Als letzte verbliebene Deutsche scheitert auch Laura Siegemund in Melbourne. Am Ende wird es dramatisch.

Bitterer Tag für das deutsche Frauentennis bei den Australian Open: Mit Laura Siegemund ist in der zweiten Runde von Melbourne auch die letzte verbliebene DTB-Spielerin aus dem Turnier geflogen. Zwei Tage nach ihrem spektakulären Comeback-Sieg zum Auftakt verlor die 37-Jährige überraschend wie dramatisch gegen die Weltranglisten-168. Maddison Inglis aus Australien.

Nach 3:20 Stunden verwandelte die Qualifikantin den Matchball zum 4:6, 7:6 (7:3), 6:7 (7:10) aus Siegemunds Sicht und brachte die Fans in der ANZ Arena zum Jubeln.

Siegemund, die 5:3 in Führung lag und schon zum Sieg aufgeschlagen hatte, ist nach einer enttäuschenden Leistung hingegen nicht mehr in der Einzel-Konkurrenz vertreten. Im Match-Tiebreak fehlte ihr die Power.

„Gegen Australier ist es nicht schön. Es ist schwierig, weil die Fans wirklich gigantisch sind. Das ist schon eine unangenehme Geschichte“, hatte Siegemund vor der Partie gewarnt - und sie tat sich zu Beginn tatsächlich extrem schwer.

Siegemund wird Favoritenrolle nicht gerecht

Gegen die limitierte Australierin fand Siegemund in einer Partie auf überschaubarem Niveau kaum Mittel.

Siegemund wird nach dem Turnier in Melbourne wieder die deutsche Nummer eins sein, weil Eva Lys durch ihr Erstrundenaus viele Punkte verlor.

Doch auch im weiteren Verlauf des Matches konnte sie ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden - auch ein Outfit-Wechsel nach dem ersten Satz half nur kurzfristig.

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Australian Open: Siegemund diskutiert mit Schiedsrichterin

Kurz vor dem Ende des zweiten Satzes musste Siegemund einen erfolgreichen Aufschlag wiederholen, da ihre Kontrahentin angeblich noch nicht bereit gewesen war. Sie beschwerte sich lautstark bei der Schiedsrichterin.

Ebenfalls zu lautstarken Diskussionen mit dieser war es gekommen, als Siegemund eine Verwarnung wegen Zeitüberschreitung erhalten hatte.

„Die Schiedsrichterin kenne ich, die drückt die Uhr bei mir immer granatenmäßig. Dann serviere ich ein Ass und sie sagt mir, die Gegnerin war noch nicht ready. Ich habe sie dann gefragt: ‚Was willst du von mir? Wenn ich den Aufschlag nicht serviere, ziehst du ihn mir ab – wenn ich aufschlage, wird der Punkt wiederholt", schimpfte Siegemund bei Eurosport.

Im dritten Satz dann schlug sie zum Matchgewinn auf, erlebte aber zur Unzeit den nächsten Bruch in ihrem Spiel und konnte nicht mehr zurückschlagen.

Siegemund schafft in Runde 1 starkes Comeback

In der ersten Runde hatte Siegemund mal wieder ihren Status als Angstgegnerin für gesetzte Spielerinnen unter Beweis gestellt.

Trotz eines Rückstands von 0:6, 2:5 und 15:30 und zweier Matchbälle ihrer Kontrahentin drehte Siegemund die Partie gegen Ljudmila Samsonowa noch zu ihren Gunsten.

Die Heimreise antreten muss Siegemund nach dem Einzel-Aus aber noch nicht - im Doppel und im Mixed ist sie weiterhin im Wettbewerb.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)