Vorjahresfinalist Alexander Zverev steht in der dritten Runde der Australian Open. Der 28 Jahre alte Olympiasieger von Tokio setzte sich am Mittwoch in Melbourne 6:3, 4:6, 6:3, 6:4 gegen den Franzosen Alexandre Müller durch, musste sich dabei zeitweise aber ganz schön strecken.
Australian Open: Zverev beißt sich durch
Zverev beißt sich durch
Zudem ließ Zverev im vierten Satz einen Physio kommen, um Probleme im Fußbereich abzuklären. „Ich habe eine Schmerztablette eingenommen und danach war es okay. Ich bin niemand, der viele medizinische Auszeiten nimmt“, erklärte Zverev nach dem Duell und schilderte: „Es war etwas angsteinflößend, weil es rund um die Achillessehne war und es viele Verletzungen in den vergangenen Jahren auf der Tour gab. Deshalb wollte ich, dass der Physio draufschaut.“
Letztlich setzte sich der Tennisprofi aber durch und wird auch im kommenden Duell um den Einzug ins Achtelfinale gegen den Briten Cameron Norrie Favorit sein, Zverev muss sich aber weiter steigern. Er ist nach der Niederlage von Yannick Hanfmann gegen Turnier-Mitfavorit Carlos Alcaraz der letzte deutsche Profi im Männer-Wettbewerb.
Zverev übersteht zum neunten Mal die zweite Runde
Der Hamburger, der weiterhin als erster Deutscher seit Boris Becker 1996 in Melbourne einen Grand-Slam-Titel gewinnen will, überstand bei seiner elften Turnierteilnahme zum neunten Mal die zweite Runde. 2020 und 2024 schaffte er danach den Sprung ins Halbfinale, im vergangenen Jahr erreichte er sogar das Endspiel, unterlag dem Italiener Jannik Sinner dann aber glatt.
Im vierten Aufeinandertreffen des dreimaligen Grand-Slam-Finalisten Zverev und des Weltranglisten-52. Müller ging es spätestens ab dem zweiten Satz enorm eng zu. Sobald der Hamburger etwas passiver wurde, war Müller zur Stelle.
Im dritten Satz wurde die Partie mehr als eine halbe Stunde wegen Regens unterbrochen, bis das Dach der John Cain Arena geschlossen war. Danach kam Zverev aktiver zurück und schnappte sich schnell den dritten Durchgang.
Zverev nach hartem Kampf erleichtert
„Ich habe über das ganze Match hinaus versucht, aggressiv zu spielen. Klar, mit Fehlern im zweiten Satz, aber als das Dach zugegangen ist, waren es die perfekten Bedingungen um Tennis zu spielen. Da habe ich mich dann echt wohl gefühlt“, erklärte Zverev bei Eurosport.
Hinten raus ließ sich Zverev auch von zeitweisen körperlichen Problemen nicht mehr beirren und kam eine Runde weiter. „Ich habe heute Spaß gehabt, um ehrlich zu sein. Ich finde, dass es ein sehr hohes Niveau von beiden war. Er hat unglaubliches Tennis gespielt, so habe ich ihn noch nie spielen sehen. Ich bin froh, dass ich in vier Sätzen durch bin, das war nicht einfach“, zeigte sich Zverev erleichtert.
Becker lobt Zverevs Auftritt
Lob für das deutsche Tennis-Ass gab es von Boris Becker. „Da hat mir sehr viel sehr gut gefallen“, betonte der TV-Experte. „Anderthalb Sätze fand ich das sehr gut, dann hat er eine kleine Krise gehabt. Ich glaube, die Regenunterbrechung hat ihm geholfen. Er kam wieder zur Ruhe und hat im vierten Satz vielleicht seinen besten Satz gespielt.“
Mit dem Briten Norrie erwarte ihn nun ein „harter Gegner“, wie Zverev erklärte. Dennoch zeigte er sich selbstbewusst und sagte: „Wenn ich mich wohl auf dem Platz fühle, dann muss ich Vertrauen in mich haben.“
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)