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Wimbledon: Zverev muss "nur an sich glauben"

„Er muss nur an sich glauben“

Der letzte deutsche Wimbledon-Sieger im Männer-Einzel Michael Stich spricht wenige Tage vor dem Start des Rasenklassikers über Alexander Zverev und dessen Chancen.
Zverev will auf Rasen überzeugen
Zverev will auf Rasen überzeugen
© AFP/SID/GLYN KIRK
Der letzte deutsche Wimbledon-Sieger im Männer-Einzel Michael Stich spricht wenige Tage vor dem Start des Rasenklassikers über Alexander Zverev und dessen Chancen.

Der frühere Wimbledon-Sieger Michael Stich zählt Alexander Zverev trotz seiner bislang dürftigen Ausbeute auf Rasen zum Favoritenkreis auf den Titel an der Church Road. „Er hat jetzt seinen Grand Slam gewonnen. Das gibt ihm Selbstvertrauen und die Leichtigkeit, die er braucht“, sagte der 57-Jährige im Rahmen einer Presserunde des Streamingdienstes Prime Video: „Er kann mit allen mithalten. Er muss nur an sich glauben und Bock darauf haben.“

Im Südwesten Londons hat es Zverev bislang nie weiter als das Achtelfinale geschafft, im vergangenen Jahr schied er sogar in Runde eins aus. Am Dienstag startet der 29-Jährige nach seinem Triumph bei den French Open nun erstmals als Major-Gewinner in eines der vier wichtigsten Turniere, zum Auftakt geht es gegen den Belgier Alexander Blockx. Im weiteren Turnierverlauf könnte dann im Viertelfinale Angstgegner Taylor Fritz warten. Die letzte sieben Duelle mit dem US-Amerikaner hat Zverev alle verloren, die Niederlagenserie begann ausgerechnet 2024 im Achtelfinale von Wimbledon.

Gegen Fritz, der im Vergleich zu Zverev „sehr ähnliches Tennis“ spiele, seien es immer „Nuancen“, sagte Stich, der als letzter Deutscher im Männer-Einzel 1991 Wimbledon gewann: „Sobald du einen Funken eines Zweifels hast, dass du gewinnen kannst, wirst du wahrscheinlich nicht als Sieger hervorgehen. Und ich hoffe für Alexander, dass er das ablegt, weil er der bessere Spieler ist. Er hat einen Grand Slam gewonnen, Fritz nicht. Das macht einen Riesenunterschied.“

Um auf dem unbeliebten grünen Untergrund zu bestehen, müsse Zverev „einfach lernen, sein Spiel diesem Rasen anzupassen. Und sich ein bisschen mehr darauf einzulassen, was der Rasen von einem abverlangt“, sagte Stich: „Er meint halt, dass er auf Rasen genauso wie auf Sand spielen kann. Und das hat noch nie funktioniert. Und das wird auch nicht funktionieren. Deswegen wünsche ich ihm, dass er dieses Selbstvertrauen mitnimmt, auch Bock auf Kreativität hat, auf Experimentieren, auf Freude. Es einfach laufen lassen.“

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