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Als Djokovic einem ganzen Stadion den Traum nahm!

Als Djokovic Wimbledon den Traum nahm

Roger Federer war 33 Jahre alt, spielte noch einmal groß auf und stand vor einem historischen Triumph. Doch am Ende jubelte Novak Djokovic. Heute vor elf Jahren verhinderte er im Wimbledon-Finale einen weiteren Grand-Slam-Titel des Publikumslieblings.
Novak Djokovic gewann das Wimbledon-Finale 2015 gegen Publikumsliebling Roger Federer
Novak Djokovic gewann das Wimbledon-Finale 2015 gegen Publikumsliebling Roger Federer
© IMAGO/Anadolu Agency
Roger Federer war 33 Jahre alt, spielte noch einmal groß auf und stand vor einem historischen Triumph. Doch am Ende jubelte Novak Djokovic. Heute vor elf Jahren verhinderte er im Wimbledon-Finale einen weiteren Grand-Slam-Titel des Publikumslieblings.

Es gibt Niederlagen, die mit der Zeit verblassen. Und es gibt jene, die Fans nie vergessen.

Für viele Federer-Anhänger gehört das Wimbledon-Finale 2015 zur zweiten Kategorie.

Der Schweizer hatte sich in London eindrucksvoll ins Endspiel gespielt. Auf dem Weg dorthin hatte er sogar Lokalmatador Andy Murray ausgeschaltet und schien bereit für den nächsten großen Coup. Ein achter Wimbledon-Titel wäre ein weiterer Meilenstein in seiner ohnehin einzigartigen Karriere gewesen. Das Wimbledon-Herz schien für den Schweizer zu schlagen.

Federer träumt von Wimbledon-Rekord

Damals war Federer bereits eine lebende Tennis-Legende. Siebenmal hatte er Wimbledon gewonnen, insgesamt 17 Grand-Slam-Titel gesammelt. Viele Experten glaubten dennoch, dass seine erfolgreichsten Jahre bereits hinter ihm lagen.

Doch in London bewies Federer das Gegenteil. Mit seinem eleganten Offensivspiel begeisterte er die Zuschauer auf dem Centre Court erneut. Die Fans träumten von einem weiteren Märchen ihres Idols.

Djokovic hatte andere Pläne

Auf der anderen Seite des Netzes stand jedoch der damals beste Spieler der Welt.

Novak Djokovic ging als Titelverteidiger ins Finale und befand sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Der Serbe hatte bereits die Australian Open gewonnen und dominierte die Tour nahezu nach Belieben. Das Endspiel entwickelte sich zu einem hochklassigen Duell.

Djokovic gewann den ersten Satz im Tiebreak. Federer kämpfte sich zurück und holte den zweiten Durchgang nach einem spektakulären Tiebreak mit 12:10. Die Zuschauer hofften auf die Wende. Doch genau in diesem Moment zeigte Djokovic seine größte Stärke.

Der Moment, in dem der Wimbledon-Traum platzte

Während Federer immer wieder brillante Ballwechsel gewann, blieb Djokovic in den entscheidenden Situationen eiskalt.

Der Serbe sicherte sich den dritten Satz mit 6:4 und legte im vierten Durchgang nach. Nach knapp drei Stunden verwandelte Djokovic seinen Matchball und gewann mit 7:6, 6:7, 6:4 und 6:3. Für Federer war es ein besonders bitterer Nachmittag.

Er hatte die Chance, als erster Mann in der Open Era acht Wimbledon-Titel zu gewinnen. Stattdessen musste er Djokovic bei der Siegerehrung zuschauen.

Es sollte nicht die letzte Enttäuschung sein

Die Niederlage von 2015 war schmerzhaft.

Noch härter traf viele Federer-Fans jedoch, was vier Jahre später folgte. Zwar hatte Federer zwischenzeitlich mit dem Sieg 2017 den Rekord von acht Wimbledon-Erfolgen aufgestellt, zwei Jahre später, setzte es jedoch die nächste bittere Niederlage gegen Djokovic.

Im Wimbledon-Finale 2019 vergab der Schweizer gegen Djokovic sogar zwei Matchbälle auf eigenem Aufschlag und verlor eines der dramatischsten Endspiele der Tennis-Geschichte.

Rückblickend sehen viele Fans die Jahre 2015 und 2019 als die beiden Momente, in denen ihm weitere Wimbledon-Trophäen aus den Händen glitten.

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Heute sind beide längst Tennis-Legenden

Federer beendete seine Karriere 2022. Der Schweizer gilt für viele weiterhin als der eleganteste Tennisspieler aller Zeiten und bleibt weltweit einer der beliebtesten Sportler überhaupt.

Djokovic dagegen sammelte auch nach 2015 weiter Titel und stellte zahlreiche Rekorde auf. Er überholte Federer in der Grand-Slam-Wertung und zementierte seinen Platz unter den größten Spielern der Geschichte.

Eine Niederlage, die unvergessen bleibt

Wenn Federer-Fans an Wimbledon denken, erinnern sie sich an viele Triumphe. Doch sie erinnern sich auch an jenen Sommertag im Juli 2015.

Roger Federer war nur wenige Siege von einem weiteren Kapitel Tennis-Geschichte entfernt. Doch Novak Djokovic stellte sich ihm in den Weg – und ließ einen Traum platzen, der bis heute nachwirkt.