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Nur zwei Punkte fehlten bei Alexander Zverev zum Super-GAU!

Zverev wendet historisches Fiasko ab

Alexander Zverev steht in der ersten Runde der US Open schon kurz vor dem sensationellen Aus - aber dann kämpft sich der Deutsche zurück.
Der Deutsche wehrt gegen Lorenzo Sonego das frühe Aus ab und setzt sich nach fast fünf Stunden in einem dramatischen Fünf-Satz-Match durch.
Alexander Zverev steht in der ersten Runde der US Open schon kurz vor dem sensationellen Aus - aber dann kämpft sich der Deutsche zurück.

Der an Nummer 1 gesetzte Alexander Zverev hat bei den US Open ein sensationelles Aus in der 1. Runde gerade so noch abwenden können. Nach einem wilden Fünfsatz-Thriller bis tief in die New Yorker Nacht pustete er im Arthur Ashe Stadium erleichtert durch.

Gegen den groß aufspielenden Italiener Lorenzo Sonego lag der Deutsche schon mit 1:2 in Sätzen hinten, konnte den 4. Satz aber mit 7:5 für sich entscheiden. Am Ende setzte sich der French-Open-Sieger mit 6:4, 3:6, 6:7, 7:5, 6:4 durch. (US Open 2026 täglich im LIVETICKER)

Zverev bei US Open schon kurz vor sensationellem Aus

Der Italiener hatte lange an einer Sensation geschnuppert: Dem Weltranglisten-89. fehlten zeitweise nur zwei Punktgewinne zum Sieg.

Zverev, der erstmals als höchstgesetzter Spieler in ein Grand-Slam-Turnier startete, rettete gerade so den siebten Sieg im siebten Spiel gegen Sonego ins Ziel. Um 1:55 Uhr Ortszeit und nach höchst intensiven 4:52 Stunden verwandelte er seinen ersten Matchball.

Ein Aus von Zverev hätte eine historische Dimension gehabt: Seit 36 Jahren ist bei den US Open kein an Nummer 1 gesetzter Mann direkt in der ersten Runde ausgeschieden. Überhaupt kam das nur zwei Mal in der Geschichte vor: 1971 verlor John Newcombe gegen Jan Kodes und 1990 erwischte es Stefan Edberg gegen Alexander Volkov.

Die Mission zweiter Major-Titel ist trotz ungewohnter Schwächen beim Aufschlag und einer mauen Breakball-Quote im Gange. „Er hat fantastisch gespielt, ich bin einfach nur happy, dass ich durch bin“, sagte Zverev, nachdem er seinem tapferen Gegner am Netz um den Hals gefallen war: „Das war eine unglaubliche Schlacht.“

Besonderes Wiedersehen für Zverev

Am Donnerstag wartet auf Zverev nun ein Wiedersehen mit dem Franzosen Quentin Halys, den er bei seinem Titel-Lauf in Paris in vier Sätzen bezwungen hatte. Er wird sich dort steigern müssen, um ein weiteres kräftezehrendes Match zu vermeiden.

„So eine Setzliste zeigt, dass du gut gespielt hast, aber das Wichtigste ist, welcher Name nach dem Finale oben steht“, hatte Zverev vor Beginn gesagt. Die verletzungsbedingte Absage von Jannik Sinner hatte den Weltranglistenzweiten erst in die Spitzenposition katapultiert. 

Spektakulärer Stolperer von Zverev – dann geht es dahin

Und zu Beginn wurde er seiner Rolle dann auch noch gerecht: Zverev dominierte die Ballwechsel und marschierte ungefährdet zum Satzgewinn. Lediglich ein spektakulärer Stolperer am Netz sorgte für Sorgenfalten in seiner Box, doch er stand schnell wieder auf.

Anschließend aber wurde Zverevs Spiel unrund. Seine Aufschlagquote brach ein, auch mit der Vorhand schien sich der Hamburger nicht wohlzufühlen und letztlich nutzte Sonego seinen zweiten Breakball. Zverev, der in Montréal und Cincinnati zuletzt überraschend früh ausgeschieden war, haderte und schimpfte wie in alten, weniger erfolgreichen Zeiten. „Es sind Schwankungen, die einfach nicht mehr zu erklären sind“, meinte Sky-Kommentator Philipp Langosz.

Plötzlich wirkt Zverev verunsichert

Der Satzverlust tat dem 29-Jährigen nicht gut. Im Gegenteil: Im dritten Durchgang schenkte er seinem Kontrahenten ein weiteres Break, mit einem unnötig verschlagenen Volley und einem abschließenden Doppelfehler beim Aufschlag. Zverev wirkte verunsichert, die beiden Niederlagen zuletzt schienen nicht spurlos an ihm vorbeigegangen zu sein.

Der Finalist von 2020 verschlug nun Ball um Ball – Sonego, auch das gehörte zur Wahrheit dieser Partie, machte derweil kaum Fehler. Dem 31-Jährigen gelangen selbst schwierigste Schläge. „Sonego holt den Zauberstab raus“, jubelte Langosz zwischendurch.

Zverev fing sich gegen Ende des dritten Satzes, doch der Italiener war zu stark. In einem hochklassigen Tiebreak vergab Zverev erst einen Satzball bei Aufschlag seines Gegners, dann produzierte er zur Unzeit den nächsten Doppelfehler. Sonego jubelte, Zverev grübelte.

Im vierten Satz blieb die Partie hochklassig. Sonego spielte weiter überragend in der Defensive, doch Zverev biss sich durch und erzwang den entscheidenden Durchgang, der erst nach 1 Uhr Ortszeit überhaupt begann. Dort hatte der Deutsche den längeren Atem und belohnte sich für den Kraftakt.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)