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Tsitsipas über Kyrgios: "Wusste schon vorher davon"

Tsitsipas über Kyrgios: „Wusste schon vorher davon“

Die Sperre des Australiers wegen Kokainkonsums hat seinen griechischen Rivalen laut eigener Aussage nicht überrascht.
Tsitsipas (l.) und Kyrgios sind sich nicht grün
Tsitsipas (l.) und Kyrgios sind sich nicht grün
© AFP/SID/GLYN KIRK
Die Sperre des Australiers wegen Kokainkonsums hat seinen griechischen Rivalen laut eigener Aussage nicht überrascht.

Tennisspieler Stefanos Tsitsipas hat sich am Rande der US Open zur vorläufigen Suspendierung seines Profikollegen Nick Kyrgios wegen Kokainkonsums geäußert. „Ich wusste schon vor der Bekanntgabe davon. Und als ich es in den Sozialen Medien las, dachte ich mir: ‚Ah, jetzt geht’s los'“, sagte Tsitsipas in New York: „Ich habe es ehrlich gesagt irgendwie erwartet.“

Der 31 Jahre alte Australier Kyrgios war im Juni während des ATP-Turniers auf Mallorca positiv auf Benzoylecgonin, einen Metaboliten von Kokain, getestet worden. Wegen eines Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regeln wurde er deshalb vorläufig suspendiert. Er übernehme die „volle Verantwortung“, schrieb Kyrgios auf Instagram: „Ich habe einen riesigen Fehler gemacht.“

Tsitsipas betonte am Montag nun, er wolle nicht versuchen, jemanden „zu decken, über den ich die Wahrheit kenne“. Er habe schon vor dem Bekanntwerden des Falles von „den Verhaltensweisen“ des Australiers gehört – auf der Tour und aus dem Umfeld von Kyrgios, erklärte Tsitsipas. „Ich bin allerdings überrascht, dass es so spät herauskam“, schloss er.

Das Verhältnis zwischen Tsitsipas und Kyrgios ist seit Längerem angespannt. 2022 lieferten sich die beiden einstigen Doppelpartner in Wimbledon ein extrem hitziges Match. Tsitsipas, der letztlich verlor, ließ sich von den mentalen Spielchen seines Gegners komplett aus der Fassung bringen. Er schlug einige Bälle direkt auf Kyrgios, schoss absichtlich einen Ball ins Publikum und bezeichnete den Australier anschließend als „Bully“.

Der frühere Wimbledon-Finalist Kyrgios ist seit dem 4. August vorläufig suspendiert, laut Statuten könnte er Berufung einlegen. Von diesem Recht hat er bisher nicht Gebrauch gemacht. Kokain steht auf der Verbotsliste der WADA und ist im Wettkampf nicht erlaubt. Bei der Einnahme außerhalb von Wettkämpfen gelten für missbräuchlich verwendete Substanzen mildere Sanktionen.