Das gab es noch nie: Die Chinesin Zheng Qinwen (23) hat überraschend das Viertelfinale bei den US Open in New York erreicht – und dabei zum zweiten Fall hintereinander(!) einen Satz noch gewonnen, bei dem sie mit 0:5 zurückgelegen hatte. Hinzu kommt, dass sie dies in Duellen mit zwei Grand-Slam-Champions schaffte.
SPORT1 - Aktuelle Sportnachrichten, News, Liveticker & Ergebnisse
Novum in der Tennis-Geschichte!
Die Olympiasiegerin von 2024, die nach einer Ellenbogen-Operation in der Weltrangliste weit zurückgefallen war und durch die Qualifikation musste, gewann gegen die Polin Iga Swiatek 7:5, 6:3.
Nachdem sie im Achtelfinale gegen Madison Keys ein 0:5 im 3. Satz noch gedreht hatte, lag sie in ihrem Viertelfinal-Duell mit Iga Swiatek ebenfalls mit 0:5 im 1. Satz hinten. Wie schon gegen Keys gewann Zheng dann sieben Spiele in Folge, dabei ließ die Polin drei Satzbälle bei eigenem Aufschlag ungenutzt.
Die US Open zogen auf ihrem X-Account sogar einen ganz großen Vergleich: Game 6 Michael Jordan. Tiger Woods an Sonntagen. Zheng Qinwen bei 0:5-Rückstand.
Die Kameras fingen nach Matchende auch Swiatek ein, die schluchzend in den Katakomben zu sehen war.
US Open: Andreeva ringt Österreicherin nieder
Ebenfalls eine Runde weiter ist die Russin Mirra Andreeva. Die 19-Jährige gewann ihr Achtelfinale am Montagmittag (Ortszeit) gegen die Österreicherin Anastasia Potapova 5:7, 6:4, 6:3.
Weiter geht es für die French-Open-Siegerin in der Runde der besten acht gegen die Weltranglistenvierte Coco Gauff (USA) oder US-Talent Iva Jovic.
Andreeva drehte die Partie gegen ihre frühere Landsfrau, die seit Dezember des vergangenen Jahres für Österreich startet. Trotz acht Doppelfehlern und insgesamt 48 vermeidbaren Fehlern setzte sich die Weltranglistenfünfte durch.
Für Potapova endete in New York vorerst der Traum, ihrer neuen Heimat ein seltenes Grand-Slam-Ergebnis zu bescheren. Die 25-Jährige wäre die erste Österreicherin seit 14 Jahren im Viertelfinale eines der vier bedeutendsten Tennisturnier der Welt gewesen.
Doch auch ihr unterliefen in einem nervösen Match viele Fehler (41). Zudem verletzte sie sich im letzten Spiel des Matches bei einem Sturz am linken Knie. Nach Matchende flossen dann bei Potapova die Tränen und sie musste von Andreeva getröstet werden.
Mit Sport-Informations-Dienst (SID)