Ukrainische Spielerinnen verweigern den sonst üblichen Handschlag mit russischen und belarussischen Kolleginnen, die Fans buhen die eine oder andere Seite aus: Nachdem es dieses Szenario zuletzt bei den French Open und in Wimbledon mehrfach gab, hat sich nun der Weltverband WTA eingeschaltet und seine eigene Haltung verkündet.
Wimbledon: Klärende Ansage nach Handschlag-Wirbel um Azarenka und Svitolina
Ansage nach Handschlag-Wirbel
„Nach den unglücklichen Umständen und dem Missverständnis beim gestrigen Match in Wimbledon (wie auch bei anderen Spielen in den vergangenen Wochen) möchte die WTA Klarheit über das Händeschütteln nach dem Spiel schaffen“, heißt es in einem Statement der Organisation: „Aufgrund des anhaltenden verwerflichen Krieges respektiert die WTA die Haltung der ukrainischen Athletinnen, die auf die Tradition des Händeschüttelns der Gegnerinnen (aus Russland und Belarus) am Ende eines Matches verzichten, da dies eine persönliche Entscheidung ist.“
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Wiederholte Irritation in Wimbledon und Paris
In London hatte es zuletzt Wirbel gegeben, weil die Ukrainerin Elena Svitolina der Belarussin Viktoria Azarenka nicht die Hand gab. „Ich habe es schon mehrmals gesagt, dass ich, solange russische Truppen nicht die Ukraine verlassen und wir uns unsere Territorien zurückgeholt haben, keine Handshakes machen werde. Das ist ein klares Statement von mir“, sagte Svitolina.
Azarenka - mit der Svitolina keine persönlichen Probleme hat - war darauf vorbereitet, viele Zuschauer nicht, sie buhten Azarenka aus, Azarenka reagierte mit einer genervten Geste. In Paris waren es mehrfach derweil die ukrainischen Spielerinnen, die den Schwarzen Peter bekamen.
Svitolina forderte deshalb die Verbände und Turnier-Organisatoren auf, sich in dieser Frage zu positionieren und damit weitere Irritationen zu vermeiden. Ob die Ansage der WTA dieses Ziel erreicht, wird sich bei nächster Gelegenheit zeigen.