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Tischtennis-WM: Chinas Dominanz hält an

Chinas Dominanz hält an

Die hochfavorisierten Chinesinnen können erst nach mehr als drei Stunden über WM-Gold jubeln. Um ein Haar wäre die Serie gerissen. Auch die Männer dürfen sich über die Goldmedaille freuen.
Im Finale des WTT Europe Smash kommt es ausgerechnet beim Matchball für Truls Möregardh zu einem der spektakulärsten Ballwechsel der jüngeren Tischtennis-Geschichte. Quelle: WTT.
Die hochfavorisierten Chinesinnen können erst nach mehr als drei Stunden über WM-Gold jubeln. Um ein Haar wäre die Serie gerissen. Auch die Männer dürfen sich über die Goldmedaille freuen.

Für Deutschlands Stolpersteine aus Japan sind Chinas Tischtennis-Dominatoren bei der Mannschafts-WM in London in den Endspielen eine Nummer zu groß gewesen.

Das in der Vorrunde noch wankende Männer-Team aus dem Reich der Mitte besiegte die deutschen Viertelfinalbezwinger 3:0. Zuvor hatten schon Chinas Frauen-Team um die Weltranglistenerste Sun Yingsha im sechsten WM-Finalduell mit Japan nacheinander einen 3:2-Zittersieg geholt.

China wackelte in der Vorrunde bedenklich

Chinas angeschlagenes Männer-Team hatte in der Vorrunde erstmals nach 26 Jahren wieder Niederlagen in WM-Spielen (1:3 gegen Südkorea und 2:3 gegen Schweden) kassiert. Im Finale ließen sich die Favoriten von den Japanern um Bundesliga-Profi Shunsuke Togami (Ochsenhausen) nur zu Beginn kurz ärgern.

Für beide Teams aus China bedeuteten die Erfolge an der Themse den jeweils 24. WM-Titel. Die Männer sitzen seit 2001 auf dem Thron, ihre Teamkolleginnen siegten zum siebten Mal in Folge.

Letzte WM-Titelträger vor China waren 2000 Schweden bei den Männern und 2010 Singapur bei den Frauen. In London sicherten sich die Chinesen außerdem zum 21. Mal das Double mit WM-Titeln für beide Mannschaften.

Tischtennis-WM: Bronze für Deutschlands Frauen

Frauen-Europameister Deutschland war im Halbfinale mit 0:3 gegen Japan ausgeschieden, hatte aber schon durch den Einzug in die Runde der besten vier Bronze sicher gehabt.

Das Team der Weltranglistenneunten Sabine Winter sorgte damit für die vierte WM-Medaille für eine deutsche Frauen-Mannschaft in der WM-Nachkriegsgeschichte.

Als zweite europäische Frauen-Mannschaft schaffte Rumänien den Sprung auf das Podium (0:3 im Halbfinale gegen China).