Passiert das Undenkbare?

Passiert das Undenkbare?

Die Wechselgerüchte um Robert Lewandowski und Erling Haaland nehmen wieder Fahrt auf. Ist ein Abgang eines der beiden Bundesliga-Stars realistisch?
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Maximilian Schwoch
von Maximilian Schwoch
am 16. Juli

Der Kampf um die Supertorjäger hat begonnen.

Eine Woche nach Abschluss der EM rückt das Geschehen auf dem Transfermarkt wieder in den Vordergrund. Vor allem um die Stürmerstars rankt sich ein Gerücht nach dem anderen.

Kylian Mbappé, Harry Kane, Romelu Lukaku, Erling Haaland oder Robert Lewandowski – sie alle werden mit einem Vereinswechsel in Verbindung gebracht.

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Insbesondere die Gerüchte um Haaland und Lewandowski nahmen in den letzten Tagen wieder Fahrt auf. Die AS berichtete jüngst, dass Lewandowski weiter von Real Madrid schwärme und sich einen Wechsel zu den Königlichen vorstellen könne.

Wechselgerüchte um Lewandowski und Haaland

Neu sind die Gerüchte um die Königlichen nicht, seit Jahren wird der Pole mit Real in Verbindung gebracht. Auch über ein Interesse des FC Chelsea gab es bereits Gerüchte, nun bringt die Daily Mail auch Manchester City ins Spiel.

Die Citizens sollen mit ihrem Angebot für Kane bei Tottenham Hotspur abgeblitzt sein und haben sich dem Bericht zufolge über die Vertragsmodalitäten des Weltfußballers erkundigt.

Lewandowskis Vertrag in München läuft noch bis 2023. Dessen Berater Pini Zahavi hätte nach SPORT1-Informationen wohl nichts dagegen, sollte sein Klient im Herbst seiner Karriere noch einmal wechseln und einen lukrativen Deal abschließen. 

"Die Gerüchte über Robert gibt es seit Ewigkeiten, seitdem er beim FC Bayern ist", erklärte Julian Nagelsmann dazu unlängst bei Sky. "Auf der einen Seite weiß Robert, was er an Bayern München hat, was er an der Mannschaft hat", sagte er und ergänzte mit Blick auf den noch bis 2023 gültigen Kontrakt Lewandowskis: "Punkt zwei gibt es eine vertragliche Situation. Das ist auch klar."

Die Bayern-Führung schob einem Wechsel bereits ebenso einen Riegel vor.

Im Sommer 2022 könnte die Sache allerdings wieder ganz anders aussehen. Dann wäre schließlich auch Haaland dank einer Ausstiegsklausel für 75 Millionen Euro zu haben.

In den vergangenen Tagen gab es allerdings die Meldung, der FC Chelsea sei bereit, in diesem Sommer 175 Millionen Euro für den Norweger an den BVB zu zahlen. Nach SPORT1-Informationen liegt in Dortmund aber bisher immer noch kein offizielles Angebot aus London auf dem Tisch.

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Backs: "Stürmer garantiert nicht nur Tore"

Bislang gab es lediglich informelle Gespräche zum 20 Jahre jungen Norweger,  der ohnehin noch bis 2024 vertraglich gebunden ist. Dortmunds Standpunkt bleibt unverändert: Der BVB will Haaland nicht verkaufen und noch ein Jahr behalten.

Zumal: Mit Jadon Sancho, der für 85 Millionen Euro zuzüglich Boni zu Manchester United wechseln wird, haben die Schwarzgelben in diesem Sommer bereits einen absoluten Leistungsträger verloren. (BERICHT: Zorc witzelt: "Erling ist schon in England")

Passiert in diesem Sommer aber dennoch das Undenkbare? Müssen sich die Bundesliga-Fans von einem ihrer beiden Topstürmer verabschieden - und im kommenden Sommer auch vom anderen?

"Der Fußball hat sich in den vergangenen Jahren taktisch verändert. Es sind drei Positionen herausgekommen, die die Vereine als eminent wichtig auserkoren haben: Der Trainer, der Torwart und der Mittelstürmer", skizziert Stefan Backs im Gespräch mit SPORT1.

Für diese Positionen würden daher immer höhere Ablösen bezahlt.

"Der Stürmer garantiert einem Verein nicht nur Tore. Vielmehr kann man mit ihm das moderne Fußballsystem spielen", erklärt der Spielerberater, der unter anderem auch den von den Bayern an den AS Monaco ausgeliehenen Alexander Nübel zu seinen Klienten zählt.

Daher seien Spieler auf diesen Positionen so begehrt und die Ablösen stiegen immer weiter an. "Das sind die Unterschiedspositionen."

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"Kann mir nicht vorstellen, dass Lewandowski wechselt"

Eine Ablöse wie die kolportierten 175 Millionen Euro für Haaland sieht Backs als langfristiges Investment. "Wer jetzt einen 20 Jahre alten Erling Haaland kauft, verpflichtet ihn im Grunde für seine ganze Karriere."

Der Norweger würde wenn überhaupt zu einem Klub wechseln, der das Kaliber habe, auch in zehn Jahren noch ein großer zu sein. "Man sichert sich auf unabsehbare Zeit einen der besten Stürmer der Welt."

In Sachen Lewandowski-Wechsel hat Backs eine klare Meinung. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Lewandowski wechselt", erklärt er.

Bei Haaland sei es dagegen ein Abwägen von finanziellen Aspekten. "Dortmund ist ein Aktienunternehmen. Wenn er im kommenden Sommer eine festgeschriebene Klausel hat und jetzt ein Verein das Doppelte bietet, muss man anders darüber nachdenken."

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Generell könne sich Backs schon vorstellen, dass sich in diesen Angelegenheiten in diesem Sommer noch etwas bewegt: "Wenn dann aber eher bei Haaland als bei Lewandowski."

Der Sancho-Transfer muss in Sachen Ablöse demnach auch noch nicht das Ende der Fahnenstange in diesem Sommer gewesen sein.

"Der deutsche Markt ist eher vernünftig und zurückhaltend, bei den internationalen Topklubs ist es eher so wie vor Corona", sagt Backs und ergänzt: "Für Spieler wie Mbappé oder Haaland wird man einen dreistelligen Millionenbetrag zahlen müssen."