Lange glaubt an große deutsche Ironman-Zukunft

von SID
Dritter Ironman-Sieg: Hier wird Patrick Lange unter Applaus empfangen
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Dritter Ironman-Sieg: Hier wird Patrick Lange unter Applaus empfangen

Nach Jan Frodeno und Sebastian Kienle startet auch der nächste Triathlon-Star zum letzten Mal auf Hawaii. Folgt nun das große deutsche Leistungsloch?

Patrick Lange verabschiedet sich als letzter aktiver deutscher Ironman-Weltmeister von Hawaii – doch Sorgen um die schwarz-rot-goldene Zukunft im Langstrecken-Triathlon macht er sich keineswegs.

„Wir haben jetzt nicht denjenigen, der sich total aufdrängt als Siegkandidat“, sagte Lange dem SID: „Der war ich aber auch nicht damals. Als ich gerade auf die Langstrecke gewechselt bin, hat von mir auch nicht jeder gedacht, dass ich alles abräume. Von dem her bin ich zuversichtlich, weil wir haben total interessante, vielversprechende Talente.“

Patrick Lange startet zum letzten Mal auf Hawaii
Patrick Lange startet zum letzten Mal auf HawaiiPatrick Lange startet zum letzten Mal auf Hawaii© AFP/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SID/EZRA SHAW

Lange glaubt an deutschen Hawaii-Nachfolger

Der Hesse hatte zusammen mit den bereits vor einigen Jahren zurückgetretenen Jan Frodeno und Sebastian Kienle eine Erfolgsära auf Hawaii geprägt, zwischen 2014 und 2019 gingen alle Siege nach Deutschland. Im Jahr 2024 ließ Lange mit seinem dritten WM-Titel noch ein letztes Mal die schwarz-rot-goldene Dominanz aufblitzen, ein weiterer Coup bei seinem Abschied am Samstag (18.20 Uhr MESZ/ZDF) wäre eine Überraschung. Auch die weiteren deutschen Starter um Jonas Schomburg sind eher in der Außenseiterrolle.

Lange erkennt aber großes Potenzial in der in diesem Jahr noch nicht in Kona startenden Generation. Er sehe beispielsweise mit dem 26 Jahre alten Rico Bogen jemanden „mit einer massiven Radstärke“ oder mit dem frisch von der Kurzdistanz umgestiegenen Lasse Nygaard Priester „einen, der über alle drei Disziplinen unfassbar stark ist und ein Rennen beim Laufen mitprägen kann“, so Lange. Deshalb mache er sich aus deutscher Sicht „keine Sorgen, dass wir in den kommenden fünf bis zehn Jahren nicht nochmal einen neuen Hawaii-Sieger haben werden“.