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March Madness: Iowa State Cyclones sorgen nach Katastrophen-Saison für Märchen

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March Madness: Iowa State Cyclones sorgen nach Katastrophen-Saison für Märchen

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Vom Loser-Team zum Überflieger

Vom Loser-Team zum Überflieger

Nach einer Horror-Saison setzen die Iowa State Cyclones nun bei March Madness zu einem bemerkenswerten Siegeszug an. Das Erfolgskonzept ist einfach.
Die Iowa State Cyclones sorgen bei March Madness für Furore
Die Iowa State Cyclones sorgen bei March Madness für Furore
© Imago
Stefan Junold
Stefan Junold

March Madness ist bekannt für außergewöhnliche Geschichten.

Doch was Iowa State Cyclones derzeit vollbringt, könnte dem jährlichen Irrsinn im US-amerikanischen College-Basketball noch einmal einen draufsetzen.

Am vergangenen Wochenende schaffte das Team von der Iowa State University sensationell den Einzug ins Sweet 16. Die in Midwest an Nummer elf gesetzte Mannschaft warf erst die LSU (8) und dann auch noch Wisconsin (3) aus dem Wettbewerb und trifft nun im Kampf um das Elite Eight am Freitag auf Miami. (NEWS: Alles Wichtige zum College Basketball)

Dieser Erfolg ist umso bemerkenswerter, wenn man berücksichtigt, wo die Cyclones noch im vergangenen Jahr standen. Die Saison 2020/‘21 verlief katastrophal.

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Iowa State spielt katastrophale Saison 2020/21

Zur Erinnerung: Iowa State hatte die Spielzeit mit gerade mal zwei Siegen bei 22 Niederlagen abgeschlossen.

Mehr noch: Ab dem 20. Dezember 2020 verlor das Universitätsteam alles, 18 Pleiten in Folgen bedeuteten die schlechteste Bilanz seit 1925!

Doch nun der historische Turnaround: Schon durch das 59:54 gegen die LSU avancierte die ISU zur Mannschaft mit der schlechtesten Siegquote aus der Vorsaison, die beim NCAA-Turnier eine Partie für sich entscheiden konnte.

„Wie wir diese Wende geschafft haben und jetzt im Sweet 16 stehen, ist verrückt“, brachte es Gabe Kalscheur auf den Punkt. „Viele Leute sehen das von außerhalb nicht so groß, aber für unsere Community bedeutet das wahnsinnig viel“, ergänzte der Guard, der mit 22 Punkten Topscorer seines Teams beim 54:49-Erfolg gegen Wisconsin war.

Otzelberger stellt neues Team zusammen

Macher des Basketball-Märchens ist T.J. Otzelberger, der nach der Katastrophen-Saison zum Cheftrainer aufstieg. Er ließ einige der besten Spieler ziehen und holte weniger bekannte Leute, um daraus ein funktionierendes Team zu formen.

T.J. Otzelberger führte die Iowa State Cyclones aus der Tristesse ins Sweet 16
T.J. Otzelberger führte die Iowa State Cyclones aus der Tristesse ins Sweet 16

Neben Kalscheur lockte Otzelberger unter anderem Izaiah Brockington von der Penn State und Aljaz „Jaz“ Kunc von der Washington State. Er charakterisierte seine Spieler als „low-ego, high-producing guys“. Also Jungs, die bodenständig sind, aber auf dem Feld überzeugen.

Diese Stärke kam besonders in der vergangenen Runde zum Vorschein. „Johnny Davis (Wisconsin-Topstar, Anm. d. Red.) und Brad (Davison, ebenfalls Wisconsin) sind großartige Spieler, aber es stachelt mich an, wenn ich weiß, dass viel über sie und wenig über uns geredet wird“, betonte Kalscheur: „Wir sind hier auf einer großen Bühne. Uns hat es motiviert zu wissen, dass sie einen Namen haben - wir haben ein Herz und wir sind siegreich rausgegangen.“

Otzelberger setzt bei Cyclones auf Disziplin und Defensive

Bereits in der Vorbereitung hatte Otzelberger seine Truppe als Team zusammengeschweißt - auch durch Disziplin. Dass sie teilweise bereits um 6.30 Uhr mit dem Training begonnen haben, hätte den Spielern nichts ausgemacht, bekräftigte Kunc: „Es hat sehr gut funktioniert.“

Auferstanden also auch durch Drill noch fast in der Nacht.

Was ebenfalls exzellent funktioniert und das klare Erfolgsrezept der Cyclones darstellt, ist das starke Defensivspiel. Mit hervorragender Verteidigung entnervten sie bislang jeden Gegner bei March Madness.

„Wir glauben daran, dass wir das Spiel kontrollieren können, wenn wir defensiv konsequent agieren und dort dominieren“, erklärt Otzelberger sein Credo. Seine Spieler wissen auch, worauf sie sich eingelassen hätten.

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Dass die Spiele seines Teams kein Punkte-Spektakel bieten, schert den 44-Jährigen wenig. „Wir werden uns nicht dafür entschuldigen, wie wir gewinnen, ebenso wenig wie wir uns dafür entschuldigen werden, wie wenig ästhetisch es ausschauen mag. Wir sind Gewinner“, unterstrich Otzelberger, dessen einstiges Loser-Team dadurch zum Überflieger mutiert ist.

Getreu dem Motto: Defense wins championship.