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GFL: Erste Playoff-Entscheidungen gefallen

GFL: Erste Playoff-Entscheidungen gefallen

In der GFL stehen vier der acht Playoff-Teilnehmer fest. Aus der Südgruppe gehören nur die Schwäbisch Hall Unicorns dazu.
Am 4. Juni startet die neue Saison der German Football League. SPORT1 überträgt wöchentlich eine Partie LIVE. SPORT1 Kommentator Andreas Renner erklärt, worauf sich die GFL-Fans freuen dürfen.
. SPORT1
von Football Aktuell
am 16. Aug

Vier der acht Playoff-Teilnehmer in der SharkWater GFL stehen inzwischen fest.

Aus der Südgruppe gehören dazu allerdings nur die Schwäbisch Hall Unicorns als weiter ungeschlagener Spitzenreiter. Dahinter haben Saarland Hurricanes und Allgäu Comets die besten Chancen, während Munich Cowboys und Ravensburg Razorbacks in einem Fernduell um Platz vier scheinen. (GFL: Spielplan/Ergebnisse und Tabellen)

Ravensburg hatte das direkte Duell der beiden zu Hause gewonnen, und obwohl die Razorbacks in der Tabelle mit einem Spiel mehr hinter den Münchnern liegen, ist dies ein eventuell entscheidender Vorteil. Beide Mannschaften können es aber aus eigener Kraft in die Endrunde schaffen.

Ravensburg in Frankfurt souverän

Ravensburg ließ am Samstag in Frankfurt auch keinen Zweifel daran, dass man die Chance nutzen will. Beim 64:22 bei Frankfurt Universe lagen die Razorbacks nur nurz nach einem Field Goal der Gastgeber hinten. Danach aber folgte eine weitere Galavorstellung des ideenreichen Angriffs des Teams von Head Coach Sebastian Fandert.

Touchdowns von Michael Mayer (zwei), Lennies McFerren, Jan Grischenig und Ryan Smith schraubten das Ergebnis bis zur Halbzeit auf 36:3 in die Höhe. Danach gönnte man den Hessen in der zweiten Hälfte mehr Spielanteile und letztlich deswegen mit 22 Punkten deren bisher beste Saisonausbeute.

Doch Ravensburgs Quarterback Ryan Deal führte seine Mannschaft selbst trotz angezogener Handbremse noch zu weiteren 28 Punkten. Sowohl Ravensburg als auch München können sich theoretisch sogar noch Hoffnungen auf Rang drei oder gar zwei machen.

Unicorns siegen im Spitzenspiel

Möglich macht dies, dass es auch den Allgäu Comets nicht gelungen ist, die Schwäbisch Hall Unicorns im Spitzenspiel zu bezwingen. Schwäbisch Hall gewann am Samstag mit 33:21 gegen die Kemptener und verteidigte so die Pole Position.

Die Allgäuer waren dabei in der ersten Hälfte mit ihren Gastgebern absolut ebenbürtig und setzten mit der bekannt starken Defensive Line der Offense der Unicorns mächtig zu. Halls Quarterback Alexander Haupert stand bei Pässen permanent unter Druck und musste mehrfach selbst die Flucht nach vorne antreten.

Für die Haller Defense galt es insbesondere, Gäste-Running Back Glenn Toonga unter Kontrolle zu bringen. Über das gesamte Spiel betrachtet gelang es. Phasenweise aber kam Toonga zu Highlights, unter anderem bei seinem 68-Yard-Lauf zur Allgäuer 7:3-Führung im ersten Viertel. Es dauerte etwas, ehe die Unicorns dies beantworten konnten, per Pass von Haupert auf Yannick Mayr kam man aber wieder 10:7 in Front.

Schwäbisch Hall sicher in den Playoffs

Im zweiten Viertel galt es einige knifflige Szenen zu überstehen, ehe die Gastgeber kurz vor der Halbzeitpause mit etwas Glück noch durch ein Field Goal erhöhen konnten. Ihre stärkste Phase hatten die Unicorns danach aber im dritten Viertel, in dem fast ausschließlich in der Allgäuer Hälfte gespielt wurde.

Steter Tropfen höhlt den Stein, auch im Football, wenn eine Defense ständig vor der eigenen Endzone eben doch immer müder wird. Noch einmal Mayr und später John Santiago erhöhten auf 27:7 und verschafften dem Favoriten damit die Kontrolle über das Spiel.

Marcel Schade konterte für die Gäste zwar noch einmal, doch legte Santiago zum 33:14 nach. Der letzte Touchdown der Comets von Jacob Schimenz kam dann zu spät. Unicorns-Head-Coach Jordan Neuman war erleichtert: “Wir haben eine starke Defense erwartet, und die hatten die Comets heute auch dabei. Sie haben unser Laufspiel gut kontrolliert, und zum Glück konnten wir ein paar Big Plays machen.”

Dresden, Potsdam und Köln fix

Auch rechnerisch ist den Unicorns die Playoff-Teilnahme nicht mehr zu nehmen, und das Gleiche gilt in der Nord-Gruppe für Dresden, Potsdam und Köln.

Während die Potsdam Royals auch ihr Rückspiel gegen den Nachbarn Berlin Rebels klar gewannen (29:7), setzten die Cologne Crocodiles sich im Shootout in Kiel mit 40:35 durch.

Den härtesten Gang hatte erwartungsgemäß Tabellenführer Dresden Monarchs gegen Titelverteidiger New Yorker Lions, konnte aber mit 24:19 den Erfolg bejubeln. Den Braunschweigern gelang es zwar tatsächlich, die sonst so punktehungrige Offense der Sachsen über weite Strecken in Schach zu halten, vor allem im dritten Viertel, in dem der knappe Vorsprung der Dresdner immer wieder auf der Kippe stand.

Hurricanes gewinnen in Stuttgart

Doch die markanteste Defense-Aktion gelang dem Dresdner Jonas Gacek, einem Ex-Ringer, mit seiner Interception kurz nach dem letzten Seitenwechsel dicht vor der eigenen Endzone. Danach führte Dresdens Quarterback Kyle Carta-Samuels seinen Angriff binnen knapp viereinhalb Minuten über 85 Yards zum 24:13 durch Darrell Stewart Jr.

Darrell Stewart Jr. sorgt für das 24:13 der Dresden Monarchs
Darrell Stewart Jr. sorgt für das 24:13 der Dresden Monarchs

Statt der möglichen Führung für die Gäste hätten diese nun binnen fünf Minuten zwei mal punkten müssen. Braunschweigs Quarterback Jake Kennedy lief zwar noch zu seinem zweiten Touchdown der Partie, doch hatten die Dresdner dies geschickt bis 30 Sekunden vor dem Ende hinauszögern können. Der nötige Onside Kick gelang den Braunschweigern nicht, und wie zuletzt 2012 werden sie damit dieses Jahr nicht Gruppenerster im Norden.

Ebenso wie Dresden und Potsdam im Norden sind im Süden auch die Saarland Hurricanes weiter nur durch eine Niederlage belastet. Am Samstag gewannen die Saarländer bei den Stuttgart Scorpions mit 47:6. Sieben Pass-Touchdowns, davon drei auf Victor Wharton III, untermauerten die Ansprüche des Aufsteigers, auch in den Playoffs kräftig mitmischen zu wollen.

Victor Wharton III sorgte bei den Saarland Hurricanes für drei Touchdowns
Victor Wharton III sorgte bei den Saarland Hurricanes für drei Touchdowns

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