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Super Bowl LI: New England Patriots schlagen Atlanta Falcons

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Super Bowl LI: New England Patriots schlagen Atlanta Falcons

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Irre! Patriots gewinnen Super Bowl

Irre! Patriots gewinnen Super Bowl

New England legt im Super Bowl LI gegen Atlanta das größte Comeback der Endspiel-Historie hin und feiert den fünften Titel. Tom Brady dreht groß auf und wird MVP.
Super Bowl LI - New England Patriots v Atlanta Falcons
Super Bowl LI - New England Patriots v Atlanta Falcons
© Getty Images
Eric Böhm
Eric Böhm
Florian Pertsch
Florian Pertsch

Was für ein Krimi!

NFL-Superstar Tom Brady hat im spektakulären Super Bowl LI sein Meisterstück geliefert. Seine New England Patriots gewannen das Endspiel in Houston gegen die Atlanta Falcons mit 34:28 nach Verlängerung, obwohl das Team des langzeitverletzten Deutschen Sebastian Vollmer in der ersten Hälfte bereits mit 0:21 und später sogar mit 3:28 in Rückstand gelegen hatte.

Mit unglaublichen 19 Punkten im letzten Viertel retteten sich die bis dahin fast völlig abgemeldeten Patriots doch noch in die Overtime - es war die erste Verlängerung in der Super-Bowl-Historie. Dort gewann New England den Münzwurf, ehe Brady sein Team mit seiner unfassbaren Coolness über das Feld führte und der herausragende Running Back James White (3 Touchdowns) den Sieg perfekt machte.

"Wir haben uns alle zusammen zurückgebracht. Wir haben nie geglaubt, dass wir das Spiel schon verloren hätten. Es war ein harter Kampf, sie haben ein großartiges Team, aber letztlich hatten wir mehr entscheidende Aktionen als sie", bilanzierte Brady.

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Brady übertrumpft Montana

Nie zuvor hatte ein Team im Super Bowl mehr als zehn Punkte aufgeholt. Brady brachte am Ende 43 seiner 62 Pässe für unglaubliche 466 Yards an den Mann und wurde folgerichtig zum vierten Mal zum MVP des Endspiels gewählt. Damit übertrumpfte er auch den legendären Joe Montana, der bei vier Triumphen dreimal zum wertvollsten Spieler gewählt worden war.

AMFOOT-NFL-SUPERBOWL
Super Bowl LI - New England Patriots v Atlanta Falcons
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Super Bowl LI - New England Patriots v Atlanta Falcons
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Die besten Bilder des Super Bowl LI

Ein Fumble des lange Zeit ganz starken Falcons-Quarterbacks Matt Ryan (17 von 23 für 284 Yards, 2 Touchdowns) öffnete New England doch noch die Tür zum fünften Titel der Ära Brady und Head Coach Bill Belichick. Brady ist mit fünf Super Bowls nun der erfolgreichste Quarterback der NFL-Geschichte.

"Die Jungs haben nie aufgegeben", lobte Belichick in seiner gewohnt nüchternen Art. Für Brady war es der krönende Abschluss einer Saison, die mit einer Sperre von vier Spielen wegen seiner Verwicklung in den DeflateGate-Skandal begonnen hatte. Entsprechend cool nahm er die Glückwünsche von Ligaboss Roger Goodell entgegen.

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Ryans Fumble als Wendepunkt

Ryans Fumble beim Stand von 28:12 nutzten die Patriots eiskalt aus. Der Touchdown von Danny Amendola - in Verbindung mit der Two-Point-Conversion durch White - brachte die Pats knapp sechs Minuten vor Schluss plötzlich auf einen Touchdown heran und war der Wendepunkt des am Ende dramatischen Spiels.

Flo Pertsch berichtet für SPORT1 vom Super Bowl LI in Houston
Flo Pertsch berichtet für SPORT1 vom Super Bowl LI in Houston

Beim nächsten Angriffszug gelang dann Bradys Lieblings-Receiver Julian Edelman die spektakulärste Aktion des Super Bowls. Er fischte einen Wurf Bradys von den Fußspitzen seines Gegenspielers und fing den Ball praktisch zweimal, ohne dass er den Boden berührte. Die Challenge der Falcons blieb erfolglos.

Wenig später gelang White der Touchdown und Amendola die erneute Two-Point-Conversion zum nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich.

Falcons verzocken sich

Dabei war für New England im siebten Endspiel für Belichick und Brady vor der Pause praktisch alles falsch gelaufen. Ein Fumble von Running Back LeGarrette Blount und ein Interception-Return-Touchdown über 82 Yards von Robert Alford nach schwachem Pass von Brady brachten Atlanta die klare 21:3-Halbzeitführung.

Die Falcons ruhten sich nach Lady Gagas Megashow aber zu sehr auf ihrem Vorsprung aus und versuchten, die Uhr runterzuspielen, statt den favorisierten Gegner mit Running Back Devonta Freeman (insgesamt 121 Yards, ein Touchdown) und Receiver-Star Julio Jones - vier teils spektakuläre Catches für 87 Yards - weiter unter Druck zu setzen.

Am Ende wurde dann auch die lange Zeit herausragende Verteidigung müde und konnte in der Verlängerung nicht mehr entscheidend gegenhalten.