Anzeige

Das Bekenntnis eines NFL-Superstars

Das Bekenntnis eines NFL-Superstars

Im Ego-Business der NFL ist Derek Carr eine Ausnahme. Der Quarterback der Las Vegas Raiders würde lieber aufhören, als zu einer anderen Franchise zu wechseln.
Derek Carr will den Las Vegas Raiders die Treue halten
Derek Carr will den Las Vegas Raiders die Treue halten
© Imago
. SPORT1
von SPORT1
am 17. Juni

Er hat gesagt, was eigentlich selbstverständlich ist. Und dennoch hebt sich Derek Carr damit von vielen seiner Kollegen ab.

Während Deshaun Watson, Russell Wilson oder Aaron Rodgers keine Gelegenheit auslassen, um ihren Ärger auf ihre jeweilige Franchise öffentlich kundzutun, gibt Carr ein Treuebekenntnis zu seinen Las Vegas Raiders ab.

Und das obwohl er mit seinem Team seit 2014, als er von den Raiders gedraftet wurde, nur einmal in den Playoffs stand (2016) - und auch da gleich in der Wildcard-Round ausgeschieden war.

Carr mit beeindruckendem Bekenntnis

Was die Leistung seines Teams angeht, hätte der Quarterback also sicherlich weit mehr Gründe als seine drei Kollegen, seinen Abgang zu provozieren. (SERVICE: Ergebnisse und Spielplan der NFL)

Stattdessen aber gab er am Dienstag am Rande des Trainingcamps der Raiders ein beeindruckendes Bekenntnis ab. "Ich würde wahrscheinlich meine Karriere beenden, wenn ich für ein anderes Team spielen müsste", sagte Carr in seinem ersten öffentlichen Statement seit dem Ende der vergangenen Saison. (NEWS: Alles zur NFL)

Diese beendeten die Raiders mit einer ausgeglichenen Bilanz von 8 Siegen und 8 Niederlagen – der besten seit dem Einzug in die Playoffs vor fünf Jahren. Dennoch hat es nicht für den Einzug in die Postseason gereicht.

Carr: "Raider für Rest meines Lebens"

Ein Grund, die Organisation zu verlassen, ist das für den 30-Jährigen noch lange nicht. Ganz im Gegenteil.

"Ich bin ein Raider für den Rest meines Lebens. Ich würde mit diesem Schiff auch untergehen", stellte der Quarterback klar, der im Juni 2017 seinen Vertrag für fünf Jahre verlängerte und mit insgesamt 125 Millionen Dollar kurzzeitig zum bestbezahlten NFL-Profi aufgestiegen war.

Er habe einfach diese "Old-School-Mentalität", begründete er seine Aussagen: "Ich spiele für ein Team. Das ist alles. Ich habe einen Vertrag unterschrieben und dazu bekenne ich mich."

Das habe auch etwas mit seiner Erziehung zu tun, wie er betonte. "So bin ich großgezogen worden. Ich bin in Fresno, Kalifornien geboren. Mein Vater hat im Auto-Geschäft gearbeitet, meine Mutter ist ab und zu als Lehrerin eingesprungen", sagte er bezüglich seiner Heimat, die auch einmal die der Raiders war.

Erst im vergangenen Jahr zogen diese aus Oakland (Kalifornien) nach Las Vegas. Auch das stört Carr jedoch nicht. Hauptsache die Raiders bleiben die Raiders.