Magic Johnson hat mal wieder zugeschlagen: Er ist nun neuer Teileigentümer der Washington Commanders.
NBA, NFL, Starbucks - das goldene Händchen einer Legende
Das goldene Händchen einer Legende
Die Gruppe rund um Investmentbanker Josh Harris und die NBA-Legende legte 6,05 Milliarden Dollar für die angeknockte NFL-Franchise auf den Tisch.
Für den Ex-Basketballer geht damit ein großer Traum in Erfüllung. „Gott ist so gut ... ich kann es immer noch nicht glauben! Meine Gebete wurden erhört“, schrieb er auf Twitter.
Für den 63-Jährigen ist es das nächste große Investment in den Sport. Somit wächst sein Imperium weiter an.
Johnson Vermögen liegt bei 630 Millionen Dollar
Bereits nach seinem Karriereende 1991 begann der ehemalige Point Guard, in verschiedene Unternehmen zu investieren.
Das nötige Kleingeld besaß der Publikumsliebling dafür längst. So verdiente er laut der US-Plattform Spotrac in seiner NBA-Laufbahn etwas mehr als 39 Millionen Dollar, zahlreiche weitere Millionen dürfte er darüber hinaus mit Werbung eingesammelt haben.
Durch kluge Investitionen konnte der Mann mit dem Dauerlächeln sein Vermögen massiv steigern. Laut Forbes beläuft es sich mittlerweile auf 630 Millionen Dollar.
Shaq lehnt Starbucks ab - Magic scheffelt Millionen
Seine ersten wirtschaftlichen Erfolge feierte er mit Starbucks. Johnson überzeugte das Unternehmen, in große US-Städte zu gehen und eröffnete dabei insgesamt 125 Geschäfte. Das Risiko machte sich nicht zuletzt für ihn bezahlt, denn er verdiente mehr als die durchschnittliche Starbucks-Filiale.
Insgesamt zwölf Jahre hielt er die Lizenz, ehe er sie 2010 zurück an Starbucks kaufte. Dafür soll er wohl 75 Millionen Dollar bekommen haben.
Magic zeigte dabei einen deutlich besseren Riecher als Shaquille O‘Neal. Denn der Center, mit Kobe Bryant die größte Lakers-Ikone nach Johnson, lehnte einst eine Investition in Starbucks ab.
„Die Besitzer kamen zu mir und meinten: ‚Shaq, wir wollen einen Starbucks in der Hood eröffnen. Aber ich dachte darüber nach, wo ich herkomme und meinte: Das wird in der Hood nicht funktionieren“, erzählte O‘Neal einst in der Show Drinking Champs. In seiner Familie habe einfach niemand Kaffee getrunken. So machte eben Magic das Riesen-Geschäft.
Doch auch in anderen Feldern war er mehr als erfolgreich. Er eröffnete landesweit zahlreiche Kinos, die mittlerweile dem größten Kino-Unternehmen der Welt, AMC, gehören, investierte in Restaurants und besitzt sogar Burger-King-Filialen.
Sein Unternehmen, Magic Johnson Enterprises, ging zudem zahlreiche Marketing-Partnerschaften mit großen Unternehmen wie T.G.I. Friday‘s, Sodexo und GSK ein. Auch eine eigene Filmproduktionsfirma findet sich in dem großen Portfolio.
Magic Johnson investiert in zahlreiche Sportteams wie die Lakers
Zudem geht der einstige Superstar auch seiner großen Liebe zum Sport nach. So kaufte er sich 1994 für 10 Millionen Dollar Anteile an den Los Angeles Lakers, seinem Ex-Team. 2010 gab er seine Anteile an Patrick Soon-Shiong ab, der dafür zwischen 50 und 60 Millionen Dollar überwiesen haben soll.
Dennoch blieb die in Beverly Hills lebende Lakers-Legende seiner Franchise treu und arbeitete zeitweise sogar aktiv am Kader mit. Nach zwei Jahren im Amt trat er im April 2019 jedoch überraschend zurück.
Er ist aber weiterhin an einigen Sport-Franchise beteiligt. Der ehemalige NBA-Kommentator, der sieben Jahre für TNT im Einsatz war, ist seit 2012 Minderheitseigentümer beim MLB-Team der Los Angeles Dodgers. Somit verhalf er der Franchise 2020 zum ersten World-Series-Sieg seit 1988.
Darüber hinaus befinden sich auch Anteile am WNBA-Klub Los Angeles Sparks und dem MLS-Team Los Angeles FC in seinem Besitz. Auch hier konnte er bereits Erfolge feiern und hat als Eigentümer somit neun Meisterschaften gewonnen.
Magic Johnson erhält eigene Doku
Es ist daher wenig überraschend, dass AppleTV+ jüngst angekündigt hat, eine Doku zu Johnson zu produzieren. Dabei dürfte auch seine HIV-Infektion, die 1991 öffentlich wurde, ein Thema sein.
Geschichten über den einstigen Superstar der Lakers, der mit dem „Dream Team“ 1992 - zusammen mit seinem langjährigen Rivalen Larry Bird und Michael Jordan - bei den Olympischen Spielen in Barcelona Olympia-Gold holte, dürfte es dabei genug geben.
Schließlich engagierte er sich auch politisch. Er unterstützte Barack Obama bei dessen Wahlkampf und ist seit langer Zeit engagierter Unterstützer der Demokraten.
Das werden auch die Fans der Washington Commanders in den kommenden Wochen und Monaten erfahren. Sie dürften dabei hoffen, dass sein goldenes Händchen wieder zuschlägt und er sie zum ersten Super-Bowl-Sieg seit 1991 führt.