Aufruhr in den USA: Der ehemalige NFL-Profi Chris Kluwe ist am Dienstag kurzfristig verhaftet und für einige Stunden in Gewahrsam genommen worden.
Nach Nazi-Vergleich mit Trump: Ex-NFL-Profi verhaftet
Eklat nach Nazi-Vergleich mit Trump
Der 43-Jährige, der von 2005 bis 2013 als Punter für die Minnesota Vikings aktiv war, hatte seine politische Haltung bei einer Stadtratssitzung in Huntington Beach im Süden Kaliforniens deutlich zum Ausdruck gebracht - und dabei US-Präsident Donald Trump und dessen Slogan „MAGA“ als faschistische Bewegung bezeichnet.
„MAGA ist zutiefst korrupt, unverkennbar antidemokratisch und vor allem ist MAGA explizit eine Nazi-Bewegung“, sagte er bei dem Treffen und erntete Applaus aus dem Publikum. „MAGA steht für den Versuch, die Existenz von Trans-Menschen auszulöschen. MAGA steht für Rassentrennung und Rassismus [...]. Sie haben vielleicht ein Hakenkreuz durch einen roten Hut ersetzt, aber das ist es, was es ist.“
Ex-NFL-Profi schießt gegen Trump
Kluwe sprach sich gegen die Ehrung Trumps durch die Stadt aus, die Huntington Beach an der ortsansässigen Bibliothek ausführen wollte. Ein städtischer Ausschuss genehmigte den Kauf und die Anbringung einer Plakette an der Bibliothek mit den Worten „Magical, Alluring, Galvanizing, Adventurous“ - also MAGA (Make America Great Again, d. Red.), der polarisierende Slogan von Trump und seinen Anhängern.
Kluwe sagte, er lebe seit 15 Jahren in Huntington Beach und sei gegen die Ausgabe öffentlicher Gelder für eine offensichtliche Trump-Huldigung.
Darum wurde Kluwe festgenommen
Der Ex-NFL-Profi beschloss seinen Redebeitrag, indem er sich des „zivilen Ungehorsams“ für schuldig bekannte und das Podium in Richtung der Ratsmitglieder verließ.
Diesen Bereich durfte er nicht betreten, weshalb er direkt von mehreren Polizisten überwältigt wurde. Kluwe leistete keinen Winderstand, verschränkte am Boden liegend die Arme hinter dem Rücken. Kurz darauf wurde er mit gefesselten Händen von drei Beamten aus dem Raum getragen.
„Ich habe den Polizisten gleich gesagt, dass ich zu Boden gehen werde und mich nicht bewege. Sie müssen mich also raustragen“, sagte er später dem Daily Pilot.
Nach vier Stunden in Gewahrsam wurde der ehemalige NFL-Star laut „Orange County Register“ wieder freigelassen.