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NFL: Titelverteidiger raus - und ein Star legt sich heftig mit Trainer an

Star legt sich mit Trainer an

Philadelphia verspielt seine Führung im letzten Viertel. Ein Star legt sich heftig mit seinem Coach an.
In der Wildcard Round der NFL-Playoffs müssen die San Francisco 49ers beim Super-Bowl-Champion in Philadelphia ran. Trotz Heimvorteils streichen die Eagles die Segel.
Philadelphia verspielt seine Führung im letzten Viertel. Ein Star legt sich heftig mit seinem Coach an.

Für Titelverteidiger Philadelphia Eagles ist der Traum vom erneuten Einzug in den Super Bowl etwas überraschend bereits in der ersten Play-off-Runde geplatzt. Die Franchise um Star-Quarterback Jalen Hurts unterlag den San Francisco 49ers in den NFL-Playoffs mit 19:23. Die New England Patriots dagegen wurden ihrer Stellung als Titelanwärter gerecht und bezwangen die Los Angeles Chargers 16:3.

Die Eagles verspielten gegen die verletzungsgeplagten 49ers, bei denen sich Tight End George Kittle einen Achillessehnenriss zuzog, im letzten Viertel eine 16:10-Führung. Matchwinner war Running Back Christian McCaffrey mit zwei Touchdowns. San Francisco trifft nun im Viertelfinale auf die topgesetzten Seattle Seahawks.

„Unser Team kämpft einfach“, sagte McCaffrey. „Wir wussten, dass es ein Kampf über zwölf Runden wird, und wir mussten einfach dranbleiben, egal was passiert.“ Quarterback Brock Purdy überzeugte mit 262 Yards und zwei Touchdown-Pässen. Für den spektakulärsten Moment sorgte Jauan Jennings mit einem Trickspielzug über 29 Yards zur Führung im letzten Viertel.

Für die Eagles endete die Saison nach einer schwachen Offensivleistung. „Am Ende des Tages haben wir nicht genug explosive Plays kreiert“, räumte Coach Nick Sirianni ein.

Brown und Sirianni streiten heftig

In der zweiten Halbzeit kam es zu einem hitzigen Wortgefecht an der Seitenlinie: Brown und Left Tackle Jordan Mailata verzögerten das Verlassen des Feldes nach einem erfolglosen Angriff. Sirianni sprintete daraufhin herbei, um sie zum Rausgehen zu bewegen und lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Duell mit seinem Star. Brown reagierte gereizt und es kam zu einem hitzigen Wortgefecht, das nur durch Sicherheitschef Dom DiSandro entschärft wurde.

Mailata kommentierte die Szene: „Ich liebe diese Leidenschaft, dieses Feuer, diesen Kampfgeist. Er gibt jede Woche alles für uns.“ Auf die Frage, was Brown zu Sirianni gesagt habe, antwortete er schmunzelnd: „Das geht mich nichts an. Ich wollte mich nur dazwischen drängen.“

Sirianni spielte den Vorfall herunter: „Ich denke, er weiß, wie ich zu ihm stehe. Wir haben wahrscheinlich jede Emotion zusammen durchlebt - gelacht, geweint, uns angeschrien. Wir sind beide emotional. Ich wollte ihn nur vom Feld holen - so läuft das in diesem Spiel. Aber ich liebe ihn.“

Bereits während der Saison hatte Brown immer wieder gemeckert und forderte mehr Anspiele in seine Richtung. Gegen San Francisco ließ er dann entscheidende Bälle fallen.

New England souverän weiter

Bei den Patriots drehte MVP-Anwärter Drake Maye erst in der zweiten Halbzeit auf. Er brachte elf von 14 Pässen für 173 Yards an und ermöglichte den einzigen Touchdown der Begegnung.

Als nächster Gegner wartet der Sieger des Duells zwischen den Pittsburgh Steelers und den Houston Texans, das in der Nacht auf Dienstag (2.00 Uhr) stattfindet. Mit dem Aus der Chargers ist klar, dass die Buffalo Bills als das am schlechtesten gesetzte Team im Viertelfinale auf den Top-Seed Denver Broncos treffen.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)