Ein Paukenschlag für die NFL-Welt: Bill Belichick erhält trotz seiner beispiellosen Erfolgsbilanz nicht genügend Stimmen, um sofort in die Pro Football Hall of Fame aufgenommen zu werden.
Riesige Empörung über NFL-Hammer!
NFL-Hammer: Belichick blamiert
Nach Informationen von ESPN stimmten nur 39 der 50 Wahlberechtigten für den sechsmaligen Super-Bowl-Sieger (als Cheftrainer) - einer zu wenig für die erforderliche Quote von achtzig Prozent. Damit muss der legendäre Coach der New England Patriots mit Tom Brady mindestens ein weiteres Jahr auf den Anruf aus Canton warten.
Hall of Fame: NFL-Erfolge, die eigentlich jeden Zweifel ausräumen
Der 73-Jährige führt mit sechs Super-Bowl-Triumphen als Head Coach die ewige Rangliste an, stand insgesamt neunmal im großen Finale und verbuchte beeindruckende 31 Playoff-Siege. Seine Gesamt-Bilanz von 333-178 Siegen in Regular Season und Postseason übertrifft nur Don Shula (347). Hinzu kommen zwei Titel als Defensive Coordinator der New York Giants. Angesichts dieser Vita galt Belichick branchenweit als „First-Ballot-Lock“. Umso größer nun die Verwunderung.
Spygate und Deflategate als Bremsklötze
Allerdings gab es während seiner Patriots-Zeit auch größere Skandale und immer wieder Betrugsvorwürfe. Mehrere Quellen berichten, dass die Skandale Spygate und Deflategate bei den Beratungen eine zentrale Rolle spielten.
Beide Affären hatten während der Patriots-Dynastie für massive Schlagzeilen gesorgt und warfen Schatten auf Belichicks Vermächtnis. Offenbar wog diese Belastung für einige Wähler schwerer als die sportlichen Erfolge - eine Blamage für den Erfolgstrainer, der inzwischen am College arbeitet.
„Sechs Super Bowls sind nicht genug?“ - NFL-Stars entsetzt
Gegenüber Vertrauten soll Belichick entsetzt gefragt haben: „Sechs Super Bowls sind nicht genug?“ und sarkastisch nachgelegt haben: „Was muss ein Mann denn noch tun?“ Unterstützung bekommt er von zahlreichen NFL-Größen. J.J. Watt twitterte entgeistert: „Ich muss mich verlesen haben - das kann nicht der echte Hall of Fame sein.“
Quarterback Patrick Mahomes nannte die Entscheidung schlicht „irre“. Auch Ex-Coach Jimmy Johnson sprach von „kleinen, neidischen Wählern“, während Richard Sherman das Verfahren als „lächerlich“ brandmarkte und Transparenz forderte.
Selbst NBA-Superstar LeBron James meldete sich zu Wort und polterte auf X: „Mann, das kann ich doch unmöglich richtig gelesen haben! Oder? Es kann doch unmöglich sein, dass Bill Belichick nicht auf Anhieb in die Hall of Fame gewählt wird! Das ist UNMÖGLICH, UNVERSCHÄMT und, offen gesagt, RESPEKTLOS!“
Belichick: Warten auf den nächsten Wahlgang
Für Belichick bleibt also vorerst nur die Zuschauerrolle, wenn in diesem Jahr die neuen Hall-of-Fame-Mitglieder geehrt werden. Darunter könnte ausgerechnet Patriots-Eigentümer Robert Kraft sein, der ebenfalls ein Finalist für die Ruhmeshalle ist.
Doch die Debatte um Belichick dürfte weiterkochen - und der Druck auf das Wahlkomitee wachsen, dem erfolgreichsten Coach der Super-Bowl-Ära bald den verdienten Platz unter den Legenden zu gewähren.